Berliner Energie-Bündel, verbeamtet, 2 Kinder.

„Meine Einschätzung zu Karriere hat sich zu keiner Lebensphase geändert. Ich war schon immer der Meinung, dass Karriere nicht etwas mit dem Ansehen nach Außen zu tun hat. Vielmehr ist wichtig, dass der Einzelne für sich eine Entwicklung sieht und dieser nachstrebt. Und wenn er dabei noch glücklich ist, dann ist es perfekt. Speziell in meinem Fall: Egal ob mit oder ohne Kinder war es mir wichtig, dass ich einen Job habe, der mir Spaß macht und in dem ich Entwicklungschancen habe – beruflich, aber auch persönlich.“

Bernadette habe ich im Hallenbad kennen gelernt, beide hatten wir gerade ein kleines, wasserscheues Kind auf dem Arm und versuchten es von den Freuden der nassen Umgebung zu überzeugen.

Für Ausflüge ins  Schwimmbad hat die diplomierte Verwaltungswirtin nur am Wochenende Zeit, als Leiterin des städtischen Ordnungsamts ist sie vollzeit beschäftigt (und verbeamtet), nebenher „leitet“ sie noch die eigene Familie mit zwei Kindern, Mann und Haus.  Und engagiert sich ehrenamtlich in einem Kinderhaus. Wir treffen uns zum Mittagessen und die Berlinerin warnt mich zum Einstieg „ich rede sehr schnell, die Schwaben hier haben da oft Probleme mit“. Aber wir verstehen uns auf Anhieb und auch sprachlich komme ich gut hinterher.

Auch von Bernadette will ich wissen, ob es für sie ein Motto im Leben gibt. Die Antwort kommt prompt, und überrascht mich nicht: „Genieße jeden Tag wie er kommt und mache das Beste daraus. Sei stets optimistisch.“ Das strahlt diese Frau wirklich aus.

Was hast Du von Deinem Kind oder Deinen Kindern gelernt?

„Ehrlichkeit währt am längsten. Kindliche Ehrlichkeit ist einfach total erfrischend. Unbeschwert etwas sagen können und merken, dass dies der richtige Weg ist. Man sollte nicht immer von Anfang an eventuell mögliche Folgen denken.“

Du scheinst mir recht glücklich im hier und jetzt. Welchen Tag in Deinem Leben möchtest Du gern noch einmal erleben?

„Da gibt es viele verschiedene Momente – das erste Lächeln meiner Kinder, das erste Mama-rufen, das erste Bauchkribbeln der ersten großen erfüllten Liebe, meine 2. Hochzeit, …“

Auf die Frage, ob es Vorbilder in ihrem Leben gibt, verneint sie. Und soll mit diesem starken Satz das letzte Wort heute haben:  „Ich lebe eigentlich nach meinen eigenen Vorstellungen und Wünschen.“

Fortsetzung folgt


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Eingeordnet unter Frau und Job, Leben mit Kindern

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