Berlinerin im Schwabenland Teil II

Neulich saßen Bernadette und ich bei unserem Lieblings-Griechen zum Mittagessen und ich habe sie gefragt:

Angenommen eine gute Fee gewährt dir drei Wünsche?

„Dann bitte ich sie erstens um lange Gesundheit, um so viel wie möglich vom Leben meiner Kinder mitzubekommen. Dann um den Erhalt meiner jetzigen Energie. Also ich habe – glaube ich – kein Problem mit dem Älterwerden, würde aber gerne so voller Power bleiben wie ich es bin –  und deshalb Wunsch Nummer drei: Geistige Fitness.“

Was vermisst du aus deinem „alten“ Leben (ohne Kinder)?

„Die Spontanität, etwas zu unternehmen, ohne viel zu planen.“

Ich denke, da spricht sie mir und vielen anderen Müttern aus der Seele. Aber auf der anderen Seite würde man die Familie dann doch nicht mehr hergeben wollen.

Wie ist die Rollenverteilung zwischen dir und deinem Mann?

„Unsere Rollenverteilung ist nicht geschlechtsspezifisch. Wir übernehmen beide die Erziehungsarbeit der Kinder. Fürs Planen bin jedoch ich zuständig. Die Ausführungen übernehmen wir beide, spontan je nachdem, wer Zeit hat. Auffällig ist bei uns, dass ich eher für den handwerklichen Teil „zuständig“ bin. Ich bin diejenige, die in der Werkstatt schraubt oder den Garten anlegt, während er die Kinder ins Bett bringt und kocht…“

„Warum wir uns Kinder gewünscht haben? Weil wir Kinder gern haben und sie zu unserem Lebensinhalt gehören. Kinder geben uns mehr als sie uns nehmen. Nur mit ihnen sind wir eine komplette Familie.“

Wie hat sich eure Partnerschaft mit Kind(ern) verändert?

„Wir gehen auf jeden Fall viel bewusster mit unserer gemeinsamen Zeit um.“

Hand aufs Herz: wie hast du dich verändert seit du Mutter bist?

„Ich nehme mir weniger Zeit für mich, wichtiger ist mir, die begrenzte Zeit als vollzeitarbeitende Mutter mit meinen Kindern zu verbringen.

Seit dem ich Kinder habe, achte ich stärker auf einen geregelten Alltag, früher habe ich gegessen, wenn ich Lust hatte, oder geputzt, wenn ich es nicht mehr sehen konnte. Für die Kinder ist es jedoch wichtig, dass sie frühzeitig bestimmte Strukturen kennenlernen und als normal ansehen.“

Ja, ich weiß was du meinst. Ich liebe den Spruch „Man kann seine Kinder nicht erziehen. Sie machen einem sowieso alles nach….“ Wir verabschieden uns und ich freue mich schon auf den nächsten Plausch mit B.

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Eingeordnet unter Leben mit Kindern, Mama international

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