Die Kombination aus Kompetenz und Lässigkeit

Carla, 36 Jahre, Diplom-Journalistin, Freiberuflerin und Mutter von zwei Kindern.  Wir sprechen über Karriere, Sehnsüchte und Familienalltag.

Was bedeutet Karriere für dich? Hat sich deine Einschätzung verändert seit du Familie hast?

„Das Wort Karriere mag ich nicht, denn es impliziert, dass der Beruf Prio 1 im Leben ist: mit Familie ist „Karriere“ kaum möglich, wenn man nicht Frau von der Leyen ist. Mir geht es um berufliche Selbstverwirklichung, Ziele (in abgespeckter Version, weil Familie einfach Zeit beansprucht) zu erreichen, Geld zu verdienen, also auch finanziell unabhängig zu sein und mich fachlich weiterzuentwickeln.

Was hast Du von Deinem Kind oder Deinen Kindern gelernt? „Auch mal fünf gerade sein zu lassen, Perfektionismus und Kinder – das passt nicht wirklich zusammen.“

Welchen Tag in Deinem Leben möchtest Du gern noch einmal erleben?  „Alle, an denen Bauch und Kopf im Einklang waren.“

Hast du Vorbilder?  „Jeder, der seine persönlichen Herausforderungen mit positiver Denke, Humor und Engagement annimmt und sich selbst nicht allzu wichtig nimmt. Kompetenz und Lässigkeit ist eine erstrebenswerte Kombination.“

Was fasziniert dich an deinem Beruf? „Ich rede oft mit den unterschiedlichsten Leuten. Was mir daran so gefällt ist, auf Menschen zu treffen, die ihre Aufgabe mit Leidenschaft machen, fit darin sind und dies auch vermitteln können: also sich nicht hinter Fachchinesisch oder Phrasen verschanzen und gesunden Menschenverstand beweisen.“

Was ist für dich das Wichtigste im Leben? „Das Leben mit geliebten Menschen genießen zu können.“

Wie ist die Rollenverteilung zwischen dir und deinem Partner? „Ich arbeite Teilzeit, er Vollzeit: also tendenziell klassisch verteilt, wobei wir das recht flexibel handhaben können, dadurch, dass er Lehrer ist und relativ viel zu Hause ist. Haushalt bleibt vor allem an mir kleben, er kauft ein und kocht oft. Um die Kinder kümmern wir uns gleichermaßen, würde ich sagen.“

Wieso habt ihr Kinder bekommen und wie hat sich eure Partnerschaft mit Kindern verändert? „Kinder gehören für uns zu einem erfüllten leben unbedingt dazu. Das heißt aber auch: Zweisamkeit ist selten, was es deutlich schwieriger macht, auch einfach mal Paar zu sein.“

Hand aufs Herz: wie hast du dich verändert seit du Mutter bist? „Das kann wohl am besten meine Familie beurteilen. Aber ich denke, ich sehe manche Dinge relaxter, d.h. Pläne können nicht ums Biegen und Brechen durchgezogen werden. Zwangsläufig verschieben sich auch Interessen: also eher Kinderbasar als Shopping mit der Freundin u.ä.“

Wie würde ein typischer Tag ablaufen, wenn du plötzlich ausfällst? „Dann fängt morgens um sieben schon das Chaos an, denn mein Mann verlässt dann das Haus. Er müsste sich schon frei nehmen, um die Kids anzuziehen, Frühstück zu machen und in die Kita zu bringen. Haushalt – nun ja. Wenn ich mal weg bin, wird nur das Nötigste gemacht (Spülmaschine einräumen). Kinder uns Haushalt in Kombination ist offenbar nicht Männersache…“

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