Restaurantbesuch lieber ohne Kind

Teil 2 meines Gesprächs mit Carla aus München findet ihr hier:

Wie nimmst du die gesellschaftliche Akzeptanz von Familien mit Kindern wahr?

„München ist eine Stadt gutverdienender Singles. Man macht sich meistens nicht beliebt, mit zwei Kindern in ein Restaurant zu gehen. Das merkt man besonders, wenn man es im Urlaub gerade anders erlebt hat (wie zum Beispiel in Spanien oder Italien, wo Kinder fast überall im Mittelpuntk stehen).

Wie vereinbarst du persönlich Familie und Beruf?

„Vor allem über strukturiertes Arbeiten und gute Organisation, externe Hilfe gibt’s eigentlich nur über die Kita, ab und zu mal einen Babysitter, aber das ist verhältnismäßig teuer.“

Was sind dabei die größten Hindernisse?

„Zeit: die ist immer knapp. Ich habe den Eindruck, dass ich immer flexibler sein muss als das Gegenüber, im Job, bei Alltagserledigungen, et cetera. Es wird suggeriert, dass man sich ja selber für das eingeschränkte Leben mit Kindern entschieden hat, also muss man es auch selbst organisieren.“

Wie beurteilst du die stattliche Förderung „Elterngeld“?

„Ich habe beim zweiten Kind ein Jahr Elterngeld bekommen, mein Mann zwei Monate. Bei meiner Tochter gab es das Elterngeld noch nicht, da haben wir nichts bekommen. Die Förderung wird zwar besser (Krippenausbau, Elterngeld), hat aber nicht die nötige Prio. Denn in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wird Elterngeld gekürzt, der Rüstungsetat steigt aber stetig.“

Nimmst du dir bewusst (Aus-)Zeit für dich selbst, wenn ja wie gestaltest du diese?

„Ja, mit Freundin, Sport, persönlichen Projekten, aber viel zu selten. 1-2 mal im Jahr ein Mädelswochenende: Städtetrip, Hüttentour o.ä.“

Was sind deine Pläne für die Zukunft? Wo siehst du dich in 10 Jahren? „Dann bin ich hoffentlich Unternehmerin und/oder Buchautorin“

Über kleine Alltagssorgen hinaus darf man als Eltern nie vergessen, wie schön das Leben mit Kindern ist.  Wie Carla sagt: „Kinder haben so viel positive Energie. Negatives wird eigentlich immer von außen an sie heran getragen, von selbst sind sie nicht so. Und das muss man sich immer wieder vor Augen halten.“

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Eingeordnet unter Leben mit Kindern, Politik

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