Von der Notaufnahme zum Briefing zur Kundenpräsentation

So lassen sich die vergangenen 24 Stunden im Zeitraffer skizzieren.

Gestern, am Sonntagnachmittag, fuhren wir zum Kaffeeklatsch bei Verwandten. Dort angekommen stolperte mein „Großer“ (5 Jahre alt) direkt vor der Haustür und knallte mit voller Wucht aufs Kinn (er hatte dummerweise die Arme hinterm Rücken verschränkt, eine Angewohnheit die er sich wohl von seinem Großvater abgeschaut hat). Die klaffende Wunde blutete stark. Wie ein Krankenwagen-Pilot raste mein Mann ins Hospital, ich hielt auf dem Rücksitz das zitternde Kind fest. Die Wunde musste genäht werden, ansonsten schien er unverletzt – doch weil er nicht aufhörte über Ohrenschmerzen zu klagen, fuhren wir noch zum Kinderarzt. Aber auch dort zum Glück Entwarnung. Zum Abendessen gab es Griesbrei, da der Kleine nichts kauen konnte, und um 21 Uhr fiel die ganze Familie erschöpft ins Bett. Das war auch gut so, denn heute morgen um 6 ging es für mich weiter zum Briefingtermin bei einem Neukunden – dank des Montagmorgen-Verkehrschaos brauchte ich satte zwei Stunden für 80 km, so hockte ich im Stau während meine Gedanken um mein Kind kreisten. Produktmanagement, Vertrieb, Einkauf, Qualitätssicherung – sechs Menschen saßen mir ab 9  gegenüber, um über eine neue Produkt-Range zu sprechen. Drei durchdiskutierte Stunden später klemmte ich mich wieder hinters Steuer, doch anstatt nach Hause zog ich weiter zu einem Präsentationstermin, diesmal südlich von Stuttgart. Gewohnt zu funktionieren stand ich auch diesen Termin durch. Zwischendurch rief  ich natürlich zu Hause an, wo meine Mutter bei meinem Sohn war und mir versicherte, es ginge ihm sehr gut und ich bräuchte mir keine Gedanken zu machen. Das weiß ich, und doch will mein Mutterinstinkt an seiner Seite sein. Jetzt ist es wieder Abend, mein Kind schläft, es geht ihm gut, mein Kopf dröhnt. An manchen Tagen ist es hart, eine working mum zu sein. Gute Nacht 😉

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Eingeordnet unter Frau und Job, Leben mit Kindern

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