„Immer mehr Mütter arbeiten“

las ich heute in der Tageszeitung. Der Artikel bezog sich aufs Schwabenländle Baden-Württemberg. Demnach stieg der Anteil arbeitender Mütter zwischen 1996 und 2010 von 53% auf 60%.  Sind die Kinder zwischen 10 und 17 Jahre alt, liegt der Prozentsatz schon bei 73% (Quelle:  Reutlinger Generalanzeiger 2.2.2012, Zahlen der Familienministerin Katrin Altpeter). Leider besagen die Zahlen nichts über die Art von Jobs und ob die Frauen 8 oder 80 Stunden pro Woche arbeiten.

Gestern saß ich mit einer Mutter beisammen, die auf der Suche nach dem Wiedereinstieg ist und die Quote gerne nach oben treiben würde:  Mitte dreißig, Kinder 1 & 3 Jahre alt, ehemalige Produktmanagerin mit einem Topabschluss einer renommierten Business School. Sie sagt: Um mich herum nehmen hochqualifizierte Mütter 400-Euro Jobs an, weil sie keine adäquate Teilzeitstelle finden. Damit will ich mich nicht abfinden. Kann ich keine anspruchsvolle Tätigkeit mehr ausüben, weil ich Mutter geworden bin? Wenn ich Kontakte aus meinem früheren Leben als „KarriereFrau“ anspreche, sehe ich oft wie denen das Gesicht entgleitet beim Gedanken daran, eine Mutter mit kleinen Kindern einzustellen. Ich kann die Vorurteile förmlich spüren „die ist nicht belastbar“, „bestimmt sind ständig die Kinder krank“, etc.

Um Frauen den Wiedereinstieg zu erleichtern sind Betreuungsplätze für Kinder natürlich wichtig. Aber was ist mit den Allgemeinplätzen und Vorurteilen in den Köpfen? Da brauchen wir mehr positive Vorbilder, seitens der Mütter und seitens der Unternehmen.

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Eingeordnet unter Familienfreundlich?!, Frau und Job, Wiedereinstieg Teilzeit und Motivation

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