Ein kreativer Sturm fegt durch Baden-Württemberg

Kerstin Sturm Bild: Prinzessin Häberle

Kerstin Sturm
Bild: Prinzessin Häberle

Marketing-Profi Kerstin Sturm zog es vor Jahren nach Stuttgart. Der Start als berufstätige Mutter in der Schwabenmetropole war alles andere als einfach. „Hut ab!“, dachte ich bei mir. Aber lest selbst. Inzwischen coacht Frau Sturm Frauen – mit ihrer „Akademie für bessere Werbung“, die den schönen schwäbischen Namen „Prinzessin Häberle“ trägt. Kennengelernt habe ich sie vor kurzem in Tübingen bei einem ihrer Seminare. Ich fand Kersin klasse und wollte sie unbedingt in meinem Blog vorstellen.

Frage: Kerstin, bei unserem ersten Treffen erwähntest Du Deinen Umzug von Berlin nach Stuttgart. Das Kinderbetreuungsangebot im vermeintlich wohlhabenden Stuttgart war für Dich als Berlinerin eher überraschend. Kannst Du Deine damalige Situation kurz schildern?

Ich war Werbetexterin, 34 Jahre alt und mein Sohn 5. Schon einen Kindergartenplatz zu ergattern war schwierig. Letztlich fand ich einen, allerdings musste ich meinen Sohn schon am frühen Nachmittag wieder abholen. Werbeagenturen bieten kaum Halbtagsstellen, weil ständig Stress ist. Außerdem hätte ich uns mit einer Halbtagsstelle gar nicht finanzieren können.

Frage: Wie hast Du als berufstätige Mama diesen Spagat hinbekommen?

Ich bin morgens um halb drei aufgestanden und habe schon vier Stunden gearbeitet bevor ich meinen Sohn weckte und in den Kindergarten, später in die Schule brachte. Dann konnte ich noch vier – fünf Stunden in den Agenturen arbeiten. Das war eine schlimme Zeit, sechs Jahre ging das so – je älter mein Kind wurde, desto leichter wurde es. Wenn es auch hart blieb. Damals hatte ich das Gefühl ein schwaches Hascherl zu sein und ständig hatte ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich gestresst war, oder arbeiten ging oder nicht arbeiten ging. Es gab immer gleich mehrere Gründe, warum sich mein Gewissen schwarz färbte.

Frage: Heute betreibst Du mit einer Partnerin die Akademie „Prinzessin Häberle“ und scheinst dem Firmennamen nach im Schwabenland angekommen zu sein. Was ist die Mission von Prinzessin Häberle?

„Emotionales Krafttraining“ könnte man es nennen. Wenn ich damals z.B. gewusst hätte was ich heute weiß, wäre ich ganz anders mit der Problematik von damals umgegangen. Ich hätte meine Situation öffentlich gemacht. Ich habe Geschichten auf der Hortplatzsuche erlebt, die fantastisch für die Presse sind. Außerdem hätte ich besser mit meinen Arbeitgebern verhandelt als früher. Ich war froh überhaupt Projekte zu bekommen und das ist immer eine schlecht bezahlte Position.

Das ist unsere Mission: dass Frauen spüren, wie stark sie sind und wie stark sie ihr eigenes Leben lenken. Wir begleiten und stärken Frauen auf dem Weg ihre Komfortzone zu verlassen. Doris Bohlen trainiert als Coach das Selbstwertgefühl und Vertrauen, Verkauf und die Verhandlungsführung. Ich verbessere das Marketing und die Eigenwerbung. Was uns dabei antreibt und so ansteckend wirkt ist unsere Leidenschaft. Eigentlich wollen wir ja nicht viel: nur die Gesellschaft verändern. Und da fangen wir bei uns an.

Advertisements

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Frau und Job, Uncategorized, Wiedereinstieg Teilzeit und Motivation

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s