Liebster Award: Blogs und Blogger kennenlernen

Rebecca von Mama-nagement hat mich nominiert für den „Liebster-Award„. Lieben Dank dafür! Es ist kein Wettbewerb sondern ein netter Weg, neue Blogs kennenzulernen. liebster-award

Die „Spielregeln“ sind schnell erklärt:

•    Verlinke die Person, die Dich verlinkt hat.
•    Beantworte die elf Fragen dieser Person.
•    Finde elf Blogger mit weniger als 200 Followern (wie auch immer das gemeint ist, oft ja gar nicht ersichtlich)
•    Denk dir elf neue Fragen für diese Blogger aus.

 

Mama-nagements Fragen und meine Antworten gibt es hier:

1. Wie hat Euer Umfeld reagiert, als Ihr verkündet habt, dass Nachwuchs kommt? Worüber lacht Ihr noch heute?

Bei Kind 1 war die Reaktion durchweg positiv. Bei Kind 2 musste ich mich fragen lassen, wieso wir uns so wenig Zeit zwischen den Kindern lassen (Zwischen den Geburtstagen liegen 18 Monate).

2. Worüber seid Ihr noch heute richtig böse?

Böse nicht. Nervig fand ich die Dreistigkeit, mit der wildfremde Menschen zum Beispiel an der Supermarktkasse wissen wollten „Was wird es denn?“ oder ungefragte Ratschläge von sich gaben.

3.    Welches sind die gängigsten Vorurteile über Kinder, Erziehung, Familie & Beruf o.ä., denen Ihr begegnet seid?

Die Vehemenz mit der Menschen ihre Überzeugung in diesem Bereich vertreten, erstaunt mich immer wieder. Da verkraften sie es eher wenn jemand eine andere Partei wählt als wenn jemand eine andere Einstellung zur Kindererziehung und Arbeit vertritt – das ist irre.

Nach wie vor verschlägt es mir regelmäßig die Sprache, wenn sich liberal scheinende Mitmenschen im Alltag als enorm konservativ entpuppen – zum Beispiel die „Azubinen“ (weibliche Auszubildende), die sich in der U-Bahn darüber unterhalten, dass sie ja sowieso mal heiraten und Kinder kriegen wollen, warum sollen sie da studieren. Oder die flippige 29-jährige Doktorandin, die sagt „Frauen haben weniger Zeit für Hobbies, weil wir uns eben um Einkaufen, Haushalt und Kochen kümmern müssen“.

4. Wie reagiert Ihr darauf?

Wenn es mich betrifft, versuche ich meine Ansichten darzulegen. Wenn ich die Geschichte nur so nebenbei aufschnappe, wie bei den gerade erwähnten Beispielen, erzähle ich meinem Mann davon und blogge ab und zu darüber. Eine gute Methode, das „ungeheuerliche“ zu verdauen 😉

5. Was meint Ihr, was besonders gut läuft in punkto Vereinbarkeit Familie & Beruf?

Ich habe häufig beobachtet, dass Chefs sehr verständnisvoll reagieren, wenn man direkt und offen mit ihnen spricht. Ich glaube, viele Mütter unterschätzen auch ihre Männer in dieser Hinsicht. Oder sind der Meinung, sie könnten es eben besser und delegieren daher zu wenig. Es gibt unzählige Initiativen und Zertifizierungen für Vereinbarkeit und Familienfreundlichkeit,  ich habe den Überblick verloren. Da steckt viel gute Absicht dahinter, doch nicht selten werden diese Aushängeschilder genutzt als Deckmantel, hinter dem sich Firmen verstecken können. Die betriebliche Realität sieht oft ganz anders aus. Ich arbeite als Werbetexterin für viele verschiedene Firmen und empfinde die Diskrepanz immer wieder als frappierend. Zugleich können kleine Betriebe da nicht mitspielen, sie haben keine Personalabteilung die sich um die Zertifizierung kümmert und ein Betriebskindergarten lohnt sich auch nicht. Dennoch funktioniert die Vereinbarkeit dort manchmal durch flexible Absprachen und kurze Wege mindestens genauso gut.

6. Wo gibt es dringenden Verbesserungsbedarf?

Wir brauchen mehr Vorbilder, Frauen und Männer. Daher ist bloggen eine ganz gute Idee 😉

7. Welche bekannte Persönlichkeit würdet Ihr gerne mal zum Thema „Leben mit Kind und Beruf“ interviewen?

Dich, Mittelmaßmama! Damit wir unsere virtuelle Bekanntschaft endlich in der realen Welt krönen

8. Was würdet Ihr dieser Persönlichkeit gerne sagen oder sie fragen?

Och, ich hätte da ein paar Ideen. Wollen wir einen  Comic zusammen machen, du illustrierst und ich texte? Dafür ziehen wir uns am besten für ein paar Tage auf eine abgelegene, bewirtschaftete Almhütte zurück…

9. Gewinnt man durch das Leben mit Kind besondere Kompetenzen?

Auf jeden Fall. Wichtig ist jedoch, in erster Linie Mensch zu bleiben und erst im nächsten Schritt Mama oder Papa. Leute, die sich nur noch über ihre Kinder definieren, sind mir unheimlich. Bei dem Satz „Erst seit ich Kinder habe, hat mein Leben einen Sinn“ bekomme ich Ausschlag. Das klingt nach Amnesie und nach einem Armutszeugnis. Ich weiß sehr gut, wer ich war, bevor ich Kinder hatte, und ich möchte dieser Person treu zu bleiben. Durch meine Kinder bin ich organisierter, multi-tasking-fähiger und – was Ausgaben für mich selbst anbetrifft – sicher auch sparsamer geworden. Und vielleicht auch ab und zu ein klein wenig geduldiger.

10. Haben wir Eltern uns ausreichend vernetzt?

Am wichtigsten sind mir die zwei, drei Kontakte vor Ort, die spontan einspringen, wenn ich zum Kundentermin muss und die Kinder nicht allein lassen kann. Im Gegenzug kommen ihre Kinder mit zu uns, weil die Eltern zum Beispiel Überstunden machen müssen oder wollen. Die Art von Netzwerk ist im Alltag wichtig. Ansonsten bin ich im Verband berufstätiger Mütter e.V., der politische Interessenvertretung betreibt. Online habe ich wunderbare, interessante Menschen kennengelernt über dieses Thema. Aber da geht es eher um Meinungs- und Erfahrungsaustausch. Du kennst vielleicht den Spruch: „Was nützen 500 Freunde in Social Networks, wenn in deiner Straße der Strom ausfällt?“

11. Was gönnst Du Dir heute, um Dich einmal richtig zu verwöhnen?

Ideen habe ich immer mehr als Zeit. Heute: Ein Spaziergang in der Sonne! Kuchen! Und vielleicht zum Ausgleich noch eine Runde joggen gehen. Vielleicht waren das auch schon wieder zu viele Ideen, mal sehen.

Seid ihr noch da? Das ist schön. Nun „nominiere“ ich meinerseits 11 Blogs und würde mich freuen, wenn deren Inhaber meine anschließenden  Fragen beantworten! Herzlichen Dank dafür vorab und ich freue mich auf eure Beiträge.

http://www.michaela-schonhoeft.de/

http://www.septembermorgen.com/

http://vaeter-und-karriere.de/

http://www.elkepeetz.de/

http://fraunessy.vanessagiese.de/

http://mamahatjetztkeinezeit.wordpress.com/

http://kindundjob.com/

http://www.momblog.de/

http://froschkoeniginnen.net/

http://aufzehenspitzen.wordpress.com/

http://www.passionpapa.de/

http://www.familierockt.com/

Meine 11 Fragen an euch:

  1. Hand aufs Herz – wieso bloggst du?
  2. Woher nimmst du die Zeit dafür?
  3. Für die Mamas und Papas unter euch: Gibt es Dinge in puncto Vereinbarkeit, die du gerne von anderen Ländern oder Kulturen nach Deutschland importieren würdest? (Alle anderen dürfen sich gern eine Frage ausdenken)
  4. Ein Blick in die Zukunft: Wird es in zehn Jahren einfacher sein, in Deutschland Familie und Job zu vereinbaren? Oder machen wir eher Rückschritte?
  5. Wie sieht deiner Meinung nach die ideale Arbeitswelt aus?
  6. Bist du / wärst du lieber selbständig oder angestellt?
  7. Stadt oder Land?
  8. All-inclusive oder Abenteuerurlaub?
  9. Dein Lieblingsbuch?
  10. Körper, Geist, Seele – was ist dein Rezept, um mit dir selbst in Einklang zu kommen?
  11. Angenommen eine Fee gewährt dir drei Wünsche. Was möchtest du sein, tun oder haben?
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4 Kommentare

Eingeordnet unter Leben mit Kindern, Lustig, Virtuelles Leben

4 Antworten zu “Liebster Award: Blogs und Blogger kennenlernen

  1. Das ist ja eine sehr schöne Idee. Danke, dass Du auch mein Blog verlinkt hast. Soll ich die Fragen jetzt hier als Kommentar beantworten? Ich steh gerade ein wenig auf der Leitung 🙂
    Liebe Grüße
    Manuela

  2. Liebe Peggy,
    vielen Dank für die Nominierung! Hier gibt es meine Antworten: http://www.septembermorgen.com/liebster-award-neue-blogs-kennenlernen/
    Schöne Grüße, Katja

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