Papa in Kolumbien: Sag mir wo du wohnst und ich weiß, wieviel du verdienst (Teil 6)

 

In der kolumbianischen Kultur hat der Vater traditionell für den Lebensunterhalt zu sorgen. Allerdings ändert sich diese Haltung seit einigen Jahren. Um den Kindern eine gute Ausbildung zu ermöglichen, müssen gerade in Mittelstandsfamilien beide Eltern Geld verdienen. Der kolumbianische Staat unterstützt lediglich die ärmsten der Armen, und das auch nur mit Almosen. Liegt das Familieneinkommen unterhalb des Mindestlohn von rund 450 Euro (2415 Columbian Pesos) im Jahr, bekommen sie ungefähr 50 Euro jährlich für jedes Kind. Außerdem sind die staatlichen Schulen inzwischen kostenlos, zumindest in Bogotá. Die enormen sozialen Unterschiede innerhalb des Landes erkennt man in der Hauptstadt bereits an den durchnummerierten Vierteln. Villenviertel sind Bezirke der Kategorie sechs, Armengettos tragen die Ziffer null. Von Gerechtigkeit und Chancengleichheit sind wir Lichtjahre entfernt. Denoch ist es möglich, aus dem Kreislauf von Armut und Gewalt auszubrechen. Meine Geschichte und die meiner Frau sind Beweise dafür.

Dieser kurze Post ist nur der Auftakt zu Alveiros Lebensgeschichte, mit der es gleich morgen weiter geht.

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