Archiv der Kategorie: Lustig

Kreativ: Verwandle die Welt um dich herum

Nur du allein hast die Macht, den Ort, an dem du lebst, zu einem wunderschönen Ort zu machen.

(frei nach „Die Kunst, ein kreatives Leben zu führen“, F. Bednarz)

„Was heißt kreativ für dich?“ habe ich im letzten Blogbeitrag gefragt. Zwei Antworten teile ich hier mit euch. Von beeindruckenden Frauen, die ich schon lange kenne; die eine live und in Farbe, die andere aufgrund der weiten Entfernung aus vielen wunderbaren E-Mails.

Jule von den Patentanten ist Designerin und hat ein unglaubliches Händchen für schöne Dinge. Rebecca, besser bekannt als selbsternannte Mittelmaßmama, hält ihre Weltsicht in treffenden Karikaturen fest. Vielen Dank euch beiden für eure spontanen Antworten!

„Was heißt kreativ für dich?“

Rebecca:

2 Cartoon für Peggy.22.2015

Jule: Kreativität für mich ist dieses Gefühl, wenn mein Tun aus dem Bauch heraus passiert.

Wenn ich dieses fließende Gefühl in mir spüre aus dem eine fast unaufhaltsame Handlung folgt.

Spontanität gehört dazu & es geht einfach, egal um was es geht.

Ein schöpferischer Vorgang, der nicht festgelegt ist auf einen bestimmten Bereich.

Es kann sich um Kleidung drehen, um Räume, um die Gestaltung eines Events, gleich ob im Kleinen oder im Großen.

Kreativität ist, wenn unterschiedliche Puzzlestücke sich zu einem großen Ganzen fügen & ein harmonisches Bild ergeben.

Wenn meine Kreativität in der Welt, mit den Menschen zu einer runden Sache wird, macht mich das sehr zufrieden & glücklich.

Kreativität ist bereichernd, das zeigen diese beiden ganz persönlichen Blickwinkel. Vielen herzliche Dank euch! Ich freue mich über weitere Stimmen und Kommentare und wünsche allen, die diese Zeilen lesen, glückliche Stunden und Tage. Nutzt eure Macht und macht den Ort, an dem ihr seid, zu einem wunderbaren Freiraum.

 

 

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Septembermorgen-Shop für Mama und Kind mit Gewinnspiel

 „Ich wollte nicht nur am Computer designen, sondern darüber hinaus Dinge mit meinen Händen erschaffen. Wie zum Beispiel handbedruckte Notizbücher und Karten.“ Katja ist freiberufliche Mediendesignerin, bloggt auf Septembermorgen (und wohnt Luftlinie gerade mal acht Kilometer weit von mir). Seit kurzem ist ihr Shop  online, Luftlinie stets nur einen Click entfernt in den Weiten des Internets. Dort stelle ich euch Katja und ihren Shop vor:

Druck von septembermorgen

Druck von septembermorgen

 

Weiblich, jugendlich geblieben, zweifache Jungsmama und Freiberuflerin – Katja und ich haben auf Anhieb manches gemeinsam. Allerdings: während ich eher mit Worten male, kann sie das bildhaft und gestalterisch in allen Facetten. Ab sofort zu sehen und zu haben in ihrem neuen Shop (Link). Und auf mum02 zu gewinnen!

9 Monate waren zu kurz für einen Shop

Wie viele kreative Menschen wollte Katja „eigentlich schon längst eigene Produkte entwickeln“. 2010 hat sie sich bei dawanda angemeldet, 2013 ganz offiziell auch beim Gewerbeamt. Und 2014 war es soweit: Die ersten Produkte bevölkern ihren eigenen Shop, das „Baby“ ist geboren. Herzlichen Glückwunsch!

septembermorgen_ketten_praesentationsbilder_geometrische_holzperle_01

 

Woher kommen die Ideen?

Als Mediendesignerin entwirft Katja Logos, Webseiten, Corporate Designs. Privat ist sie Mama von zwei kleinen Jungs. Aus dieser Mischung entstehen die grafisch klaren, überwiegend kindlichen (und wie ich finde: sehr charmanten) Motive auf Karten, Drucken, Tellern oder Aufklebern. Für Mama gibt es farbenfrohe aber niemals überladene Ketten. Und: „Einige Produkte leben schon in meinem Kopf und warten auf ihre Umsetzung“ verrät Katja.

 

Gewinnspiel: Diese Preise warten

Eure Chancen stehen gut: Hinterlasst einfach bei diesem Artikel einen Kommentar bis zum 31.05.2014, welches Produkt euch im Septembermorgen-Shop am besten gefällt. Der Gewinner / die Gewinnerin darf sich über gleich vier Preise freuen: einen DIN A4-Print nach Wahl, zwei Lieblings-Postkarten aus den Kategorien „Postkarten“ und „Baby“, einen Button oder ein Aufkleber-Set nach Wahl. Das Los entscheidet, wer gewinnt!

 

Viel Glück und viel Spaß beim Stöbern…

 

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Liebster Award: Blogs und Blogger kennenlernen

Rebecca von Mama-nagement hat mich nominiert für den „Liebster-Award„. Lieben Dank dafür! Es ist kein Wettbewerb sondern ein netter Weg, neue Blogs kennenzulernen. liebster-award

Die „Spielregeln“ sind schnell erklärt:

•    Verlinke die Person, die Dich verlinkt hat.
•    Beantworte die elf Fragen dieser Person.
•    Finde elf Blogger mit weniger als 200 Followern (wie auch immer das gemeint ist, oft ja gar nicht ersichtlich)
•    Denk dir elf neue Fragen für diese Blogger aus.

 

Mama-nagements Fragen und meine Antworten gibt es hier:

1. Wie hat Euer Umfeld reagiert, als Ihr verkündet habt, dass Nachwuchs kommt? Worüber lacht Ihr noch heute?

Bei Kind 1 war die Reaktion durchweg positiv. Bei Kind 2 musste ich mich fragen lassen, wieso wir uns so wenig Zeit zwischen den Kindern lassen (Zwischen den Geburtstagen liegen 18 Monate).

2. Worüber seid Ihr noch heute richtig böse?

Böse nicht. Nervig fand ich die Dreistigkeit, mit der wildfremde Menschen zum Beispiel an der Supermarktkasse wissen wollten „Was wird es denn?“ oder ungefragte Ratschläge von sich gaben.

3.    Welches sind die gängigsten Vorurteile über Kinder, Erziehung, Familie & Beruf o.ä., denen Ihr begegnet seid?

Die Vehemenz mit der Menschen ihre Überzeugung in diesem Bereich vertreten, erstaunt mich immer wieder. Da verkraften sie es eher wenn jemand eine andere Partei wählt als wenn jemand eine andere Einstellung zur Kindererziehung und Arbeit vertritt – das ist irre.

Nach wie vor verschlägt es mir regelmäßig die Sprache, wenn sich liberal scheinende Mitmenschen im Alltag als enorm konservativ entpuppen – zum Beispiel die „Azubinen“ (weibliche Auszubildende), die sich in der U-Bahn darüber unterhalten, dass sie ja sowieso mal heiraten und Kinder kriegen wollen, warum sollen sie da studieren. Oder die flippige 29-jährige Doktorandin, die sagt „Frauen haben weniger Zeit für Hobbies, weil wir uns eben um Einkaufen, Haushalt und Kochen kümmern müssen“.

4. Wie reagiert Ihr darauf?

Wenn es mich betrifft, versuche ich meine Ansichten darzulegen. Wenn ich die Geschichte nur so nebenbei aufschnappe, wie bei den gerade erwähnten Beispielen, erzähle ich meinem Mann davon und blogge ab und zu darüber. Eine gute Methode, das „ungeheuerliche“ zu verdauen 😉

5. Was meint Ihr, was besonders gut läuft in punkto Vereinbarkeit Familie & Beruf?

Ich habe häufig beobachtet, dass Chefs sehr verständnisvoll reagieren, wenn man direkt und offen mit ihnen spricht. Ich glaube, viele Mütter unterschätzen auch ihre Männer in dieser Hinsicht. Oder sind der Meinung, sie könnten es eben besser und delegieren daher zu wenig. Es gibt unzählige Initiativen und Zertifizierungen für Vereinbarkeit und Familienfreundlichkeit,  ich habe den Überblick verloren. Da steckt viel gute Absicht dahinter, doch nicht selten werden diese Aushängeschilder genutzt als Deckmantel, hinter dem sich Firmen verstecken können. Die betriebliche Realität sieht oft ganz anders aus. Ich arbeite als Werbetexterin für viele verschiedene Firmen und empfinde die Diskrepanz immer wieder als frappierend. Zugleich können kleine Betriebe da nicht mitspielen, sie haben keine Personalabteilung die sich um die Zertifizierung kümmert und ein Betriebskindergarten lohnt sich auch nicht. Dennoch funktioniert die Vereinbarkeit dort manchmal durch flexible Absprachen und kurze Wege mindestens genauso gut.

6. Wo gibt es dringenden Verbesserungsbedarf?

Wir brauchen mehr Vorbilder, Frauen und Männer. Daher ist bloggen eine ganz gute Idee 😉

7. Welche bekannte Persönlichkeit würdet Ihr gerne mal zum Thema „Leben mit Kind und Beruf“ interviewen?

Dich, Mittelmaßmama! Damit wir unsere virtuelle Bekanntschaft endlich in der realen Welt krönen

8. Was würdet Ihr dieser Persönlichkeit gerne sagen oder sie fragen?

Och, ich hätte da ein paar Ideen. Wollen wir einen  Comic zusammen machen, du illustrierst und ich texte? Dafür ziehen wir uns am besten für ein paar Tage auf eine abgelegene, bewirtschaftete Almhütte zurück…

9. Gewinnt man durch das Leben mit Kind besondere Kompetenzen?

Auf jeden Fall. Wichtig ist jedoch, in erster Linie Mensch zu bleiben und erst im nächsten Schritt Mama oder Papa. Leute, die sich nur noch über ihre Kinder definieren, sind mir unheimlich. Bei dem Satz „Erst seit ich Kinder habe, hat mein Leben einen Sinn“ bekomme ich Ausschlag. Das klingt nach Amnesie und nach einem Armutszeugnis. Ich weiß sehr gut, wer ich war, bevor ich Kinder hatte, und ich möchte dieser Person treu zu bleiben. Durch meine Kinder bin ich organisierter, multi-tasking-fähiger und – was Ausgaben für mich selbst anbetrifft – sicher auch sparsamer geworden. Und vielleicht auch ab und zu ein klein wenig geduldiger.

10. Haben wir Eltern uns ausreichend vernetzt?

Am wichtigsten sind mir die zwei, drei Kontakte vor Ort, die spontan einspringen, wenn ich zum Kundentermin muss und die Kinder nicht allein lassen kann. Im Gegenzug kommen ihre Kinder mit zu uns, weil die Eltern zum Beispiel Überstunden machen müssen oder wollen. Die Art von Netzwerk ist im Alltag wichtig. Ansonsten bin ich im Verband berufstätiger Mütter e.V., der politische Interessenvertretung betreibt. Online habe ich wunderbare, interessante Menschen kennengelernt über dieses Thema. Aber da geht es eher um Meinungs- und Erfahrungsaustausch. Du kennst vielleicht den Spruch: „Was nützen 500 Freunde in Social Networks, wenn in deiner Straße der Strom ausfällt?“

11. Was gönnst Du Dir heute, um Dich einmal richtig zu verwöhnen?

Ideen habe ich immer mehr als Zeit. Heute: Ein Spaziergang in der Sonne! Kuchen! Und vielleicht zum Ausgleich noch eine Runde joggen gehen. Vielleicht waren das auch schon wieder zu viele Ideen, mal sehen.

Seid ihr noch da? Das ist schön. Nun „nominiere“ ich meinerseits 11 Blogs und würde mich freuen, wenn deren Inhaber meine anschließenden  Fragen beantworten! Herzlichen Dank dafür vorab und ich freue mich auf eure Beiträge.

http://www.michaela-schonhoeft.de/

http://www.septembermorgen.com/

http://vaeter-und-karriere.de/

http://www.elkepeetz.de/

http://fraunessy.vanessagiese.de/

http://mamahatjetztkeinezeit.wordpress.com/

http://kindundjob.com/

http://www.momblog.de/

http://froschkoeniginnen.net/

http://aufzehenspitzen.wordpress.com/

http://www.passionpapa.de/

http://www.familierockt.com/

Meine 11 Fragen an euch:

  1. Hand aufs Herz – wieso bloggst du?
  2. Woher nimmst du die Zeit dafür?
  3. Für die Mamas und Papas unter euch: Gibt es Dinge in puncto Vereinbarkeit, die du gerne von anderen Ländern oder Kulturen nach Deutschland importieren würdest? (Alle anderen dürfen sich gern eine Frage ausdenken)
  4. Ein Blick in die Zukunft: Wird es in zehn Jahren einfacher sein, in Deutschland Familie und Job zu vereinbaren? Oder machen wir eher Rückschritte?
  5. Wie sieht deiner Meinung nach die ideale Arbeitswelt aus?
  6. Bist du / wärst du lieber selbständig oder angestellt?
  7. Stadt oder Land?
  8. All-inclusive oder Abenteuerurlaub?
  9. Dein Lieblingsbuch?
  10. Körper, Geist, Seele – was ist dein Rezept, um mit dir selbst in Einklang zu kommen?
  11. Angenommen eine Fee gewährt dir drei Wünsche. Was möchtest du sein, tun oder haben?

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Glückssträhne: mum02-Rückschau 2013

Manches habe ich mir vorgenommen für das kommende Jahr, doch darüber schreiben werde ich erst, wenn es soweit ist. Daher gibt es am Ende des Jahres eine Rückschau auf die beliebtesten Blogposts. Wie eine Perlenschnur zog sich – wie mir soeben auffiel – das Thema Glück durch viele Posts. Auch der leidige Perfektionismus war häufig präsent. Ist ein weniger perfektes Leben glücklicher als ein möglichst perfektes? Vom Glück jedenfalls kriegen wir selten zu viel, es ist unbezahlbar, lässt sich wunderbar teilen, schert sich nicht um Stereotypen und macht – im Gegensatz zum Weihnachtsbraten – nicht dick.

Wenn ihr wüsstet... by Mittelmaßmama

Wenn ihr wüsstet… by Mittelmaßmama

Glück ist, unperfekt zu sein und sich trotzdem zu mögen.

Klingt wie ein Kalenderspruch? Fiel mir eben so ein. Vielleicht könnte ich also 2014 auch Kalendersprüche texten. Im Ernst: Bereits Anfang des Jahres ging es in mum02 um den leidigen Perfektionismus, zu dem Kinder so gar nicht passen. Tatsächlich macht uns das Streben nach Perfektion eher unzufriedener. „Das neueste iPhone, der extragroße Flachbildschirm, die Designercouch und der fünf-Sterne-Cluburlaub haben uns nämlich gar nicht  glücklich gemacht. Aber nach den Maßstäben unserer Konsumgesellschaft wenigstens annähernd perfekt. Kinder dagegen sind ein archaisches Feuerwerk an Ungewissheiten. (…) Übrigens, laut Eckart von Hirschhausen lachen Kinder 400 mal am Tag, Erwachsene 12 mal und Tote gar nicht. Das ist doch eine klare Tendenz.  Da lebe ich viel lieber lustig anstatt perfekt.“

Was ist das eigentlich, berufstätig sein?

„Ich glaube keiner Statistik, die ich nicht selbst gefälscht habe“, da gebe ich dem alten Churchill absolut recht. Im Februar 2013 zitierte Spiegel Online eine Studie, nach der Mütter in Deutschland zunehmend berufstätig seien. Diese These musste ich einfach mit Beispielen aus meinem Bekanntenkreis unterminieren, darunter 10% Jobs, Minijobs und dergleichen. „Zwei Drittel aller Mütter arbeiten? Sorry, Statistisches Bundesamt, ich finde diese Zahlen wenig beeindruckend. Wie viele Mütter haben einen Job, von dem sie leben könnten? Der ihnen eine Rente sichert?“ Zum Glück bastelt sich jede ihr eigenes Leben, fernab jeder Statistik. Ich meine, wer will schon genau dem Mittelmaß entsprechen? Doch bei aller Toleranz: Der Spruch „Ich muss nicht arbeiten, mein Mann verdient genug“, verursacht mir inzwischen seelischen Ausschlag. Abgesehen davon, dass rund die Hälfte aller Ehen geschieden werden. Will ich mich als gut ausgebildete Frau mit einer Lebenserwartung von über 80 Jahren derartig abhängig machen von etwas so unberechenbaren wie dem Beziehungsglück?

Das ist ja der Gipfel

Kristina Schröders Familiengipfel im März 2013 brachte mich dazu, ihr einen offenen Brief zu schreiben. Die Antwort einer Mitarbeiterin war nett und lapidar. Nun bin ich ja gespannt, was Andrea Nahles aus dem Ressort macht.

„Exclusiv“ und „Prominent!“

heißen ihre Sendungen, Promis kennt sie einige. Darum ging es aber nur ganz am Rande bei meinem Gespräch mit Moderatorin Frauke Ludowig. Vielmehr um offene Einblicke in das Arbeits- und Familienleben einer gut organisierten Mama, die ein ziemliches Arbeitstier ist. Zitat Frauke Ludowig: „Als Frau in einer Führungsposition kann ich zum einen viel mitgestalten und zum anderen auch vorleben. Beispielsweise, dass ich wiedergekommen bin nach der Geburt meiner Kinder, dass ich gerne wiedergekommen bin. Dass ich meine Kinder nicht vernachlässige, obwohl ich meinen Beruf nicht nur zu 100 Prozent sondern manchmal auch drüber mache. Wenn jemand nur Teilzeit arbeiten will, sollte sie oder er trotzdem Karriere machen können. Ich habe selbst gerade eine exzellente Frau in meinem Team befördert (….).“ “Ich habe von meinen Kindern eine Menge gelernt. Zum Beispiel bin ich viel lässiger geworden. Früher war ich eher perfektionistisch, fast schon ein Workaholic. Heute sehe ich vieles gelassener.“

„Penner, Prostituierte und

ein Neugeborenes“ hieß ein Blogpost über meine Freundin in Manhattan. Schonungslose Einblicke in das Land der unbegrenzten Unmöglichkeiten inklusive. Vielleicht ein Einzelfall, auf jeden Fall aber ein spannender: „Schwanger in New York City“

Sauna, Sonne und Samstagssüßigkeiten

Wie in Schweden bekommen auch finnische Kinder in der Regel nur samstags Süßigkeiten. Im Urlaub hielten sich meine Söhne zwar daran, doch anschließend war diese skandinavische Eigenheit schnell vergessen. Von Freundschaften mit Mumins, vom Blaubeersammeln, Saunieren und vom finnischen Schulsystem erzählt dieser Blogpost aus dem August 2013.

Das Glück hat kein Preisschild

2013 habe ich vermehrt Bücher besprochen, die gut auf mum02 passen. Eines davon war „Kindheiten“ von Michaela Schonhöft. Ausgangspunkt des Buchs ist die Frage nach dem Glück. Sie zieht sich wie ein Leitmotiv durch die Kapitel und gipfelt in der Betrachtung, wie eine kinderfreundliche Gesellschaft aussehen könnte. Hier kann gerade Deutschland noch einiges lernen: Dass Kinder nämlich nicht nur eine Bezugsperson brauchen, sondern die Erziehung besser auf viele Schultern verteilt wird. Dass Glück nicht gleichbedeutend ist mit Leistung und Erfolg.“

Als ich kürzlich in Berlin zu Gast war, habe ich die Autorin persönlich kennengelernt – wie schön, die geistige Schöpferin hinter den Zeilen im wahren Leben zu treffen. Überhaupt haben viele Begegnungen, real und virtuell, dieses Jahr für mich bereichert. Bei Lesungen aus meinem Buch, bei  Gesprächen mit vielen Menschen – darunter diverse Bloggerinnen – habe ich wieder einmal festgestellt: Jeder Mensch hat eine faszinierende Geschichte zu erzählen. Man muss nur die richtigen Fragen stellen und aufmerksam zuhören. Darum werde ich mich auch 2014 bemühen.

Ich wünsche allen, die diese Zeilen lesen, ein gutes Neues Jahr, angefüllt mit glücklichen Augenblicken.

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Heute im mum02-Jackpot: Mama-nagement featuring Frauke Ludowig

Heute ist es soweit, der Jackpot – zwei Originalcartoons von Mittelmaßmama, signiert von Familienmanagerin und Moderatorin Frauke Ludowig – (siehe Blogbeitrag vom 11.09.13) wird verlost!

Bevor ich euch die beiden Glückslose verrate, stelle ich der Karikaturistin, Bloggerin und working mum Rebecca alias Mittelmaßmama ein paar Fragen. Deren Beantwortung wollte sie eigentlich auf einen Moment der Ruhe verschieben. Der dann nie kam.

Hoffe, dass Du jetzt gerade wie ich laut darüber lachen kannst. RUHE und das im Leben einer Mama?

Auch dazu fiel ihr gleich wieder ein Cartoon-Motiv ein. Denn Mittelmaßmama sieht das Leben nicht durch eine rosarote Brille, sondern mit viel Humor. Und deshalb mag ich sie so gern!

Rebecca, woher nimmst du die Ideen für deine Zeichnungen?

Aus dem täglichen Leben. Wie jetzt, aus meiner Mail. Da fiele mir schon ein Cartoon dazu ein. Außerdem aus dem Dialog mit Mitmüttern, der mir die Skurilität manch einer Lebenssituation erst so richtig vor Augen führt. Und gelobt ist, wenn man drüber lachen kann.

Welche Angebote wünschst du dir, um Familie und Job leichter vereinbaren zu können?

Mehr Teilzeitangebote für alle. Auch für Männer. Mir geht es langsam auf den Keks, dass alle Welt meint, dass die Lösung für Kind und Karriere in ausreichender Kinderbetreuung und Vollzeitjob liegt. Vollzeit heißt oft genug: Volle Zeit plus Überstunden. Wo bleibt denn da das Familienleben? Warum soll ich mich da für ein Kind entscheiden? Wenn ich es am Ende doch nur schlafend sehe. Nein, ich will raus mit meiner Brut, vielleicht nicht unbedingt Fußball spielen, aber Asseln und Schnecken angucken, auf einen Spielplatz oder in den Zoo gehen. Oder in muffigen Fluren auf sie warten, während sie ihre ersten Schwimmzüge lernen. WobVorschauei ich mich sehr freuen würde, wenn die Betreuungseinrichtungen und Schulen, in die sie gehen, wirklich kindgerecht ausgerichtet sind, und ich mich und die Brut nach Feierabend nicht durch dusselige Hausaufgaben prügeln muss.

Wenn ihr wüsstet... by Mittelmaßmama

Wenn ihr wüsstet… by Mittelmaßmama

"Quote" by Mittelmaßmama

„Quote“ by Mittelmaßmama

Und nun kommen wir wie versprochen zur Verlosung ihrer Cartoons. Die Glücksfee hat gerade zwei Zettel gezogen. Ich habe sie auseinandergefaltet und gelesen. Welche Namen wohl draufstanden?

And the winners are…. Den Cartoon „Quote“ gewinnt Christine! Und „Wenn ihr wüsstet…“ geht an: Silke! Herzlichen Glückwunsch!

 

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26. September 2013 · 14:37

Mamas im Management: Gewinnspiel

Manchmal habe ich den Eindruck, wir Frauen in Deutschland neigen dazu, uns ein besonders schlechtes Gewissen einzureden. Egal, ob wir arbeiten oder nicht. Das ist nicht gut und hilft niemandem

Das erklärte mit die Moderatorin Frauke Ludowig in einem sehr offenen Interview im Mai 2013. Es ging um die kleinen Tricks einer berufstätigen Mutter und um Frauen in anderen Ländern, die oft weniger perfektionistisch durchs Leben zu gehen scheinen.

Frauke Ludowig signierte die Bilder Bild: Danone

Frauke Ludowig signierte die Bilder
Bild: Danone

"Quote" by Mittelmaßmama

„Quote“ by Mittelmaßmama

Anlässlich dieses Interviews lernte ich eine andere Bloggerin näher kennen: Rebecca Harms alias Mittelmaßmama. Mit buntem Stift und klarem Blick für die kleinen und großen Probleme im Leben einer „Working mum“ entstehen ihre treffenden Karikaturen. Viele davon findet ihr auf ihrem lesens- und vor allem natürlich sehenswerten Blog.

Wenn ihr wüsstet... by Mittelmaßmama

Wenn ihr wüsstet… by Mittelmaßmama

Aus dieser Begegnung entstand schließlich die Idee zu einer Verlosung: Diese beiden Original-Zeichnungen von Mittelmaßmama, exklusiv signiert von Frauke Ludowig, könnt ihr gewinnen. Ein schöner und einmaliger Wandschmuck für Büro, Wohnzimmer oder wo Kindertagesstätte – immer ein Hingucker, denke ich. Hinterlasst einfach einen Kommentar hier im Blog oder auf meiner Facebook-Seite, zum Beispiel mit euren Tipps oder Strategien gegen das schlechte Gewissen, welches Mamas (und Papas???) gerne mal beschleicht bei ihrem Versuch, Familie, Job, Haushalt und nicht zuletzt die eigenen Wünsche und Träume unter einen Hut zu bekommen.

Am 26.09. verlose ich die DinA4-großen Zeichnungen von Mittelmaßmama an zwei KommentarschreiberInnen.

P.S. Herzlichen Dank, Mittelmaßmama!

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Unser Märchentag – inspiriert von Sabine Bohlmann

Nach dem Buchtipp „52 wunderbare Wochenenden“ folgt hier unser erster Praxisbericht dazu. Sohn Nr 1 ist sechs und liebt Märchen über alles, daher lag die Wahl des Themas nah.

An einem verregneten Samstag Ende Juni verbrachten wir einen schönen, größtenteils friedlichen Familientag unter dem Motto Märchen. Die Kinder waren wie elektrisiert und dachten sich immer neue (Verkleidungs)-spiele aus.

Unser Programm sah ungefähr aus wie folgt:

Who the heck is RUMPELSTILZCHEN?

Los ging es mit einer Märchenszene, Regisseur war Sohn Nr. 1 (6 Jahre alt, Zitat: „ich sag aber Resigeur“). Ich war das Feuer und trug eine goldene Weste, musste damit in der Yoga-Position „Hund“ ausharren. Papa war ein Baum, hinter dem sich der Bote der Königin (Sohn Nr. 2) verbarg. Der „Resigeur“ tanzte als Rumpelstilzchen ums Feuer und sang lautstark.

Wer bin ich“ wurde zu:

„Welche Märchenfigur bin ich?“

Da die Kinder noch nicht lesen können, klebten wir Bilder von Märchenfiguren auf Post-its, jeder bekam eines auf die Stirn geheftet. Leider waren die Post-its durchscheinend, so dass die Kids beim nach oben schielen erkennen konnten, wen sie darstellen sollten. Wir haben dann trotzdem geraten (bin ich schön? Bin ich ein Tier? usw.) und hatten Spaß.

Märchen-Pantomime

war das mit Abstand beliebteste Spiel des Tages (erst als alle Mägen knurrten, legten wir eine Pause ein). Es geht ganz einfach: Einer stellte pantomimisch ein Märchen dar (Verkleiden war quasi obligatorisch), die anderen Familienmitglieder bildeten das Rateteam. Und so ging es reihum, bis jeder bestimmt 15 Mal dran war. Der Kleinste tauchte immer mit derselben Verkleidung plus Plastikschwert auf, und wir mussten uns sehr anstrengen um herauszufinden, wer er denn nun war. Die theatralischsten Auftritte legte mein Gatte hin, er bekam den Märchenoskar in der Sparte „Komik“.

Rotkäppchen-Picknick

Dafür backten wir Muffins, packten sie zusammen mit Kinderwein (Traubensaft) in einen schönen Korb und spazierten los. Leider regnete es immer noch heftig, weshalb der Wohnzimmerfußboden zur Picknickwiese umfunktioniert wurde. Da frische Luft bekanntlich hungrig macht, verspeiste das kleinste Rotkäppchen vier große Muffins.

Die Märchen-Lesestunde

fand statt in Bett von Sohn Nr. 1, das mit Pappe zur Ritterburg umgebaut wurde (innendrin war sie aber gut gepolstert, nicht so zugig und kalt wie die echten Burgen). Zur Untermalung spielten die Kinder auf diversen Instrumenten und stellten auch immer mal wieder Szenen nach. So ganz ohne Streit ging das nicht ab, denn der eine wollte lieber in Ruhe lauschen, der andere Untermalungsmusik spielen.

Märchen-Kino

Gegen Abend kuschelten wir uns zu viert aufs Sofa und schauten „Das letzte Einhorn“, eine DVD, die ich morgens noch spontan in der Bücherei ausgeliehen hatte. Ich kannte aus Teenie-Zeiten den Schmuse-Titel-Song „The last unicorn“, aber der Film war mir damals entgangen. Er bekam von den Kindern das Prädikat „sehr märchenlich“.

Abends wollte ich noch Rapunzel-Haare (Spaghetti) kochen, die Kids verlangten aber nach Spätzle mit Soße. Echte Schwaben eben, irgendwie. Alles in allem war es ein überraschend märchenhafter Tag, dem der strömende Regen draußen nichts anhaben konnte.

Bevor ich mich jetzt in eine hoffentlich zauberhaft schöne Sommerpause verabschiede, habe ich hier noch ein schönes Zitat für euch von Albert Einstein (ob es stimmt, wird die Zeit zeigen…)
„Wenn du intelligente Kinder willst, lies ihnen Märchen vor. Wenn du noch intelligentere Kinder willst, lies ihnen noch mehr Märchen vor. „
Die Idee zum Märchentag bzw. Märchenwochenende stammt aus folgendem Buch:
Sabine Bohlmann
52 WUNDERBARE WOCHENENDEN
Lustige, verrückte und schöne Ideen
für die ganze Familie
ca. 160 Seiten | Taschenbuch
ISBN 978-3-86265-223-5

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Buchtipp: „52 wunderbare Wochenenden“ von Sabine Bohlmann

Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf, 1.7.2013

Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf, 1.7.2013

 

Die Erwartungen an das nächste Wochenende sind oft überzogen: Wir wollen tausend Dinge erleben, erledigen und dabei auch noch entspannen und, und – und schon ist wieder Sonntagabend. Heute stelle ich euch ein eben erschienenes Buch vor, mit dem das anders werden könnte. „In zwei Tagen um die Welt, Zirkuszeit, Bei Hofe, Im Weltall, Repariertage, Wir retten die Welt oder Das total unperfekte Wochenende“ lauten einige der 52 darin enthaltenen locker-leichten Gebrauchsanleitungen für gelungene Wochenenden.

Auf Sabine Bohlmanns neues Werk habe ich mich schon gefreut, obwohl ich Erziehungsratgeber ja meide (Ausnahmen sind hier gelistet). Ihre Bücher sind eben alles andere als das, erhobene Zeigefinger wird man auch in „52 wunderbare Wochenenden“ keine finden. Zwischen den Buchdeckeln steckt stattdessen ein kreatives Ideenfeuerwerk. Und darauf kann man sich schon freuen, stimmts?

Konkret geht es um Freizeittipps für Familien mit Kindern (ohne Kinder machen viele der Ideen bestimmt auch jede Menge Spaß), für die man nicht weit fahren und oft keinen Cent ausgeben muss. Kaum hatte ich das Buch in den Händen, habe ich eifrig quergelesen: Märchentage, oh ja, und warum nicht mal einen Tag Indianer lang spielen, Cowboy oder Zauberer? Beim Lesen kamen mir selbst ständig neue Einfälle, und darin liegt meiner Ansicht nach auch ein Geheimnis dieses Buches: Es bietet nicht nur Tausende von Ideen, die man sich wie aus einem Baukasten herausgreifen kann. Es regt darüber hinaus die eigene Kreativität an und macht Lust darauf, die Kinder und sich selbst zu verblüffen. Einfach irgendwo aufschlagen, inspirieren lassen, loslegen.

Fazit: Ein Buch, dass das Kind in uns zum Vorschein bringt – zum selber schmökern und verschenken ideal.

P.S. Wir haben das Buch gleich als Anregung für den ersten Märchentag unserer Familie genommen – dazu bald mehr im nächsten Blogbeitrag….

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Erziehungsgeheimnisse aus Paris: Buchrezension ;-)

 Nachdem mich internationale Geschichten magisch anziehen, musste ich mir dieses Buch einfach bestellen (es war nicht gleich lieferbar, so groß war wohl die Nachfrage):

„Warum französische Kinder keine Nervensägen sind – Erziehungsgeheimnisse aus Paris“ von der US-Amerikanerin Pamela Druckerman. Ich habe es dann tatsächlich an einem Wochenende verschlungen (praktischerweise verbrachte ich besagtes Wochenende im April über weite Strecken in einem Abteil der Deutschen Bahn, ganz ungestört). Dennoch hat es mit der Rezension eine Weile gedauert, aber so konnte sich das Gelesene ein wenig setzen. Obwohl, bei meinem ausgeprägten Kurzzeitgedächtnis konnte es sich womöglich eher verflüchtigen. Also mal sehen, was ich noch weiß – auch ein Gradmesser für die Qualität der Inhalte. Fangen wir mal mit dem Einband an:

Bild: http://www.randomhouse.de/Buch/Warum-franzoesische-Kinder-keine-Nervensaegen-sind/Pamela-Druckerman/e403722.rhd

Optik: Wachstischtuch-Charme meets urban style. Dazu Hardcover. Gefällt mir, vermutlich auch weil mich die Grafik an den besten der drei Erziehungsratgeber erinnert, die ich jemals gelesen habe*.

Unterhaltungswert: Definitiv hoch! Amüsant, kurzweilig, gut geschrieben. Witzig ist beispielsweise der Kontrast zwischen dem US-Background der Autorin und wie sie – derartig „geimpft“ eintaucht in die Welt der Pariser Eltern. Die gleicht in ihren Augen anfänglich einem Geheimbund à la Freimaurer, bis sie sich Schritt für Schritt und Kind für Kind einen Platz darin erobert.

Inhalt: hier greife ich mal drei Aspekte heraus, sonst wird dieser Post diese Woche nicht mehr fertig.

Sex

In einem Erziehungsratgeber? Mais pourquoi pas? Weiterlesen

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Fieber-Jojo, jonglierende Eltern und ein selbst gemachter Vulkanausbruch.

Anstatt an Text-Aufträgen zu feilen, verbrachte ich heute dank krankem Sohn einen sonnigen Nachmittag mit dem Bau eines Vulkans.

sicherheitshalber stellen wir den fertigen Vulkan auf die Wiese

Vor dem Ausbruch: Unser erster Vulkan

Seit seinem Geburtstag am Wochenende ist unser jüngster Spross kränklich, ein richtiges Fieber-Jojo plagt ihn, seit Tagen saust es auf und ab. Als kleine rote Flecken dazu kamen, sind wir dann doch lieber zum Kinderarzt. Scharlach ist es zum Glück nicht, er hat sich wohl einen Virus eingefangen. Und soll diese Woche lieber zu Hause bleiben. Genau das hören berufstätige Eltern wie wir natürlich nicht gerne, vor allem am Wochenanfang, bringt es doch die ganze Planung durcheinander…

Aber nachdem wir diesen sechs Monate dauernden Winter – abgesehen von Schnupfen und Husten – gesund überstanden haben, will ich mich nicht beschweren. Und der Mann und ich wechseln uns ja ab mit der Kinderbetreuung, jeder arbeitet also etwas weniger diese Woche und jongliert die Termine so gut es geht.

Heute Nachmittag war ich mit den Kindern (der Große wollte auch nicht in den Kindergarten, wenn Mama doch zu Hause ist – muss er ja auch nicht) daheim. Dem Kleinen ging es prächtig (schwächelt eher gegen Abend), die Sonne schien und wir hatten endlich Zeit, einen Vulkanausbruch zu basteln. Die Idee haben wir übrigens aus diesem Buch*: Weiterlesen

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