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Kreativ: Verwandle die Welt um dich herum

Nur du allein hast die Macht, den Ort, an dem du lebst, zu einem wunderschönen Ort zu machen.

(frei nach „Die Kunst, ein kreatives Leben zu führen“, F. Bednarz)

„Was heißt kreativ für dich?“ habe ich im letzten Blogbeitrag gefragt. Zwei Antworten teile ich hier mit euch. Von beeindruckenden Frauen, die ich schon lange kenne; die eine live und in Farbe, die andere aufgrund der weiten Entfernung aus vielen wunderbaren E-Mails.

Jule von den Patentanten ist Designerin und hat ein unglaubliches Händchen für schöne Dinge. Rebecca, besser bekannt als selbsternannte Mittelmaßmama, hält ihre Weltsicht in treffenden Karikaturen fest. Vielen Dank euch beiden für eure spontanen Antworten!

„Was heißt kreativ für dich?“

Rebecca:

2 Cartoon für Peggy.22.2015

Jule: Kreativität für mich ist dieses Gefühl, wenn mein Tun aus dem Bauch heraus passiert.

Wenn ich dieses fließende Gefühl in mir spüre aus dem eine fast unaufhaltsame Handlung folgt.

Spontanität gehört dazu & es geht einfach, egal um was es geht.

Ein schöpferischer Vorgang, der nicht festgelegt ist auf einen bestimmten Bereich.

Es kann sich um Kleidung drehen, um Räume, um die Gestaltung eines Events, gleich ob im Kleinen oder im Großen.

Kreativität ist, wenn unterschiedliche Puzzlestücke sich zu einem großen Ganzen fügen & ein harmonisches Bild ergeben.

Wenn meine Kreativität in der Welt, mit den Menschen zu einer runden Sache wird, macht mich das sehr zufrieden & glücklich.

Kreativität ist bereichernd, das zeigen diese beiden ganz persönlichen Blickwinkel. Vielen herzliche Dank euch! Ich freue mich über weitere Stimmen und Kommentare und wünsche allen, die diese Zeilen lesen, glückliche Stunden und Tage. Nutzt eure Macht und macht den Ort, an dem ihr seid, zu einem wunderbaren Freiraum.

 

 

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Was heißt kreativ für dich?

Am Freitag vor zwei Wochen sprach Frank Berzbach beim Jahrestreffen des Texterverbands über „Kreativität“. Während draußen die warme Novembersonne vom blitzblauen Himmel brannte, saßen dunkelgekleidete Frauen und Männer im fensterlosen Keller der MCAD Creative School in München und lauschten seinem Vortrag. Freiwillig. Ich auch. Und ja, es war gut. So gut, dass ich mein Ideenbüchlein zückte und mir Notizen machte. Ein paar Aussagen haben meine Fantasie angeregt. 1, 2, 3:

1 Jede(r) kann ein kreatives Leben führen.

Denkt ihr beim Stichwort „kreativ“ auch zuerst an Künstler, Werber oder Designer? Dabei heißt kreativ sein ja nichts anderes, als das wir unsere Fantasie einsetzen. Fantasie haben wir alle. Also kann jeder von uns kreativ sein. Ob wir das auf unser Leben und vor allem auf unsere Arbeit übertragen, hängt meiner Meinung nach von unserer Motivation ab. Weiterlesen

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Papa in Kolumbien: YMCA als Sprungbrett (Teil 9)

Dank seiner aufgeschlossenen Art und guter Englischkenntnisse steigt Alveiro beim YMCA ein und auf:

Boyscout Camps und neue Freunde

Mein erster Auftrag führte mich während den Sommerferien nach Pennsylvania in ein Boyscout Camp, eine Art Pfadfinderlager. Kurz darauf hängte ich den Verkäuferjob an den Nagel und wurde Vollzeitlehrer. Während der Sommerferien nahm ich wieder einen Job als Campguide an, für drei Monate im Upstate New York. Wieder traf ich einen Menschen, der mich einen Schritt weiterbrachte: Er bot mir die Teilnahme an einem Traineeprogramm für „Recreation“ (Freizeitgestaltung) an. Die 18-monatige Ausbildung fand im US-Bundesstaat Conneticut statt. Während dieses Aufenthalts tauchte ich ein in die Kultur des Landes und lernte wirklich gut Englisch zu sprechen.

 

Programmdirektor und Lehrer

Im Jahr darauf bot mir die YMCA Kolumbien an, das International Camp Counselor (ICCP)-Programm auf ehrenamtlicher Basis zu leiten.[1] Nebenher arbeitete ich weiterhin als Englischlehrer. Sieben Jahren später berief mich die internationale YMCA nach New York City, wo ich ein halbes Jahr in administrativen Dingen geschult wurde. Zurück in Kolumbien wollte die damalige Geschäftsführerin der YMCA Kolumbien mich in Vollzeit einstellen. Das kam sehr unerwartet. An für sich war ich glücklich als Lehrer, ich unterrichtete zu der Zeit an zwei verschiedenen Universitäten und verdiente genug Geld, um meinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Der Job bei der YMCA versprach mehr Arbeit und weniger Geld. Doch sie blieb hartnäckig: „Ob in Teil- oder Vollzeit, ich will dich hier an der YMCA Bogota haben. Du hast viele Talente und passt gut hier her.“ Sie verpasste mir eine Art Gehirnwäsche, in dem sie mir quasi täglich vor Augen hielt, wie viel ich bereits von der Organisation profitiert hätte, dass ich diese Erfahrungen weitergeben sollte und Geld schließlich nicht alles wäre. Schließlich stimmte ich einer Vollzeit-Anstellung zu, behielt aber meinen Abendjob an der Uni bei.

 

Von der Mutterschaftsvertretung zum Generalsekretär

Fünf Jahre später sollte ich dann als Mutterschaftsvertretung zusätzlich die nationale YMCA-Geschäftsführung übernehmen. „Klar, das mache ich gern“, sagte ich. Als die drei Monate um waren, kündigte meine Vorgängerin. Die Position beinhaltet viel Reisetätigkeit und sie wollte ihr Baby nicht so häufig allein lassen. So wurde ich im März 2003 unverhofft zum Generalsekretär der YMCA-Organisation Kolumbiens.

Die Camps, mit denen alles anfing, sind nach wie vor ein wichtiger Teil meiner Arbeit. Sie leisten einen erheblichen finanziellen Beitrag und sorgen dafür, dass wir nicht allein von den Beiträgen der lokalen Gruppen abhängig sind.

[1]    http://www.iccpymca.org/html/begin_customer_registration.cfm

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Was ist denn bitte der Sinn des Lebens? Teil 3

Geld und Glück

Ich brauche keine Yacht - da miete ich mir lieber ein Tretboot und gehe Schwimmen

Ich brauche keine Yacht – da miete ich mir lieber ein Tretboot und gehe schwimmen

„Ich brauche keine Yacht, ich gehe lieber schwimmen“ sagt Formel-1-Rekordpilot Sebastian Vettel. Eine Aussage, der den Rekord-Rennfahrer sympathisch macht. Und eine, die ich absolut nachvollziehen kann. Doch ein paar andere Dinge gäbe es schon, die ich mir mit Geld kaufen würde. Zeit, eine Weltreise, ein besonders umweltfreundliches Auto,….

Was meint ihr, kann Geld glücklich machen? Darüber streiten auch viele Forscher. Klar ist: Grundlegende Bedürfnisse sollten erfüllt sein, damit das Glück eine gute Basis hat. Doch macht mehr Geld uns mehr glücklich? Wenn ich an Dagobert Duck denke, tut es das ganz bestimmt nicht. Es kommt also darauf an. Wie unser Leben jenseits des Bankkontos aussieht, ist wichtiger. Gesundheit beispielsweise kann auch sehr viel Geld nicht kaufen. Eine Familie, echte Freunde: Unbezahlbar.

Im aktuellen GEO Wissenheft „Was gibt dem Leben Sinn“ behauptet das Autorenteam Marlene Weiss und Claus Peter Simon, dass Geld doch glücklich macht. Es käme allerdings darauf an, wie man es einsetzt. Nämlich nicht nur für sich selbst. Untersuchungen zeigen: Wenn wir andere beschenken, fühlen wir uns gut. Ähnliches trifft für Spender zu – ob sie nun Blut spenden oder Geld. Und wenn wir unser Geld lieber für uns selbst ausgeben? Auch dafür haben die genannten Autoren Tipps parat, die ich euch nicht vorenthalten möchte:

 

  1. Kauf dir Zeit und Freiheit: zieh näher an deine Arbeitsstelle oder lass unliebsame Tätigkeiten von Dritten übernehmen.
  2. Bezahl lieber gleich statt hinterher: Die Couch, das Auto oder die Reise machen mehr Spaß, wenn wir sie sofort bezahlen.
  3. Weniger ist mehr: Gönn dir lieber hin und wieder etwas Besonderes, anstatt dir möglichst jeden Wunsch sofort zu erfüllen.
  4. Investier in dich: Teure Geräte sind schnell veraltet, Erlebnisse bleiben dir bis an dein Lebensende. Also lieber die große Reise als das neue Flatscreen-TV.

 

Ich möchte noch einen 5. Tipp hinzufügen, der die gerade genannten aus meiner Sicht zusammenfasst: Hör auf dein Herz und auf deinen gesunden Menschenverstand.

 

Wenn ihr mehr über das Thema „Sinn“ erfahren möchtet und vielleicht noch eine Urlaubslektüre braucht: Das GEO Wissen Heft Nr. 53 zum Thema „Was gibt dem Leben Sinn“ bekommt ihr im Zeitschriftenhandel (Preis in Deutschland: 9,50 Euro).

 

 

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Was ist denn bitte der Sinn des Lebens? Teil 2

Freundschaft und Alter

Freiheit, Freunde, Geld - was gibt unserem Leben Sinn?

Freiheit, Freunde, Geld – was gibt unserem Leben Sinn?

Auch wenn sie in der „Rushhour des Lebens“ oft zu kurz kommt: Freundschaft ist elementar wichtig fürs Lebensglück. Besonders eindrücklich führen mir das meine Kindern und meine Eltern vor Augen. Kleine Kinder vergessen alles um sich herum, wenn sie mit ihren Freunden spielen und toben. Gleichzeitig sind sie radikal und sprunghaft, eine scheinbare Kleinigkeit genügt und sie sagen den berühmten Satz „Du bist nicht mehr mein Freund“. Die Welt geht unter. Um oft nur wenige Minuten später wieder aufzuerstehen. Kinder sind nicht politisch korrekt, sie sind direkt und jonglieren ungeniert mit großen Gefühlen. Wenn Kinder größer werden, vertrauen sie sich vermehrt ihren Freunden an anstatt ihren Eltern. Unter Gleichaltrigen fühlen sie sich eher verstanden.

Meine Eltern sind im Ruhestand, sozusagen. An für sich ist es eher ein unruhiger Stand: Sie gehen zwar keiner bezahlten Tätigkeit von 9 to 5 mehr nach, sind jedoch äußerst aktiv. Der Schlüssel zu ihren Unternehmungen sind ihre Freunde. Manche sind noch da von früher, doch zum Teil gingen die Lebenswege zu weit auseinander. Bei dem ein oder anderen spielt die Gesundheit nicht mehr mit, manche altern früher und radikaler als andere. Die verbleibenden Freunde (wie auch die neugefundenen) sind da unendlich wertvoll. Denn die Kinder stecken ja – wie erwähnt – mitten in der Rushhour des Lebens, sind beschäftigt mit Job, Kindern und so weiter. Da sind die Eltern gern gesehene Babysitter und die Familie unternimmt auch generationenübergreifende Ausflüge, doch die Stundenpläne von Rentnern und berufstätigen Eltern liegen zu weit auseinander, als das die Kinder den Eltern echte Freunde sein könnten. Ich wünsche meinen Kindern, dass ihnen der ein oder andere Kindergartenfreund bleibt, bis sie Rentner sind. Dasselbe wünsche ich mir selbst. Und ich weiß, dass ich meine Freunde jetzt nicht vernachlässigen darf. Dass es wichtig ist, die Beziehung zu ihnen zu pflegen.

 

 

Ende des Monats erscheint der dritte Teil zum Sinn des Lebens – es geht um das Thema Geld und Glück.

 

 

 

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Was ist denn bitte der Sinn des Lebens? Teil 1

Nach langer Funkstille aufgrund von sehr viel anderweitiger Textarbeit wieder ein Lebenszeichen von mum02. Meine Gedanken zum Sinn des Lebens packe ich in eine kleine Serie und präsentiere sie euch häppchenweise.

wohin führt unser Weg?

 

Freundschaft und Zeit

Ich habe gute Freundinnen, aber ich sehe sie inzwischen nur sehr selten, zwei bis vier Mal im Jahr, obwohl wir nur 10 km voneinander entfernt wohnen. Selbst Anrufe sind rar geworden – wenn wir abends zu Hause sind und die Kinder (so vorhanden) endlich im Bett, ist uns nicht mehr nach langen Telefonaten. Eher schicken wir uns eine Kurznachricht, ein Lebenszeichen. Denn: Wir haben anscheinend alle so viel um die Ohren, dass gemeinsame Zeit zum Luxus geworden ist. Seit Jahren will ich mit drei meiner Freundinnen für ein Wochenende ins Allgäu zum Skifahren. Obwohl das Skigebiet mit dem Auto gerade mal zwei Stunden entfernt liegt, scheint es für uns unerreichbar. Immer kommt etwas anderes dazwischen: Ein krankes Kind, zahnende Zwillinge, die Ballettaufführung der Jüngsten, ein Hagelschaden, die Hochzeit der Schwester, der Faschingsball der Großen, die Geschäftsreise des Mannes, Omas Krankenhausaufenthalt, etc.. Und als wir es tatsächlich wirklich beinahe fast geschafft hätten, wurde die Freundin mit den vier kleinen Kindern Freitags selbst krank. Das war garantiert psychosomatisch – ihr Körper spürte: „da ist Zeit für mich in Sicht“ und beschloss, diese sei besser im Bett als auf der Piste zu verbringen.

 

Früher war alles besser?Dabei haben wir durchaus Zeit für uns. Zwischen Job und Kinder Hol- und Bringdienste quetschen wir die eine Yogastunde in der Woche. Joggen abends, wenn die Kinder im Bett sind, gegen unseren inneren Schweinehund um den Block. Verbringen vielleicht sogar einmal pro Jahr ein Paarwochenende mit dem Göttergatten. Doch was ist mit spontanen Verabredungen, einem Kaffeeplausch oder dem Grillfest in der Natur, das wir uns früher oft ausgemalt haben? Heute stecken wir mitten drin in den besten Jahren und sehen sie nur so an uns vorbeirauschen. Wie haben das unsere Mütter und Tanten gemacht? Die Frauen in meiner Familie waren fast alle ebenfalls berufstätig, eine Tante zum Beispiel lebte in den 1960er Jahren als alleinerziehende Mutter von vier Kindern und musste allein für den Lebensunterhalt sorgen. Kinderbetreuung, Elterngeld? Fehlanzeige. Ihre Kinder waren tagsüber bei der Oma und die Mutter ging arbeiten. Das tut sie heute noch, weil die Rente nicht reicht. Wie ihr ging es vielen, weshalb sie vermutlich weniger mit ihrem Schicksal haderten, als wir es gerne tun. Und heute? Der Staat unterstützt junge Familien, Gleichberechtigung ist selbstverständlicher geworden. Dennoch fühlen wir uns wie im Hamsterrad. Weil wir alles haben können, fällt es uns schwer, uns für das zu entscheiden, was wir wirklich brauchen. Zum Beispiel, Freundschaft ernst zu nehmen und ihr Raum zu geben, einen Platz ganz oben auf der Prioritätenliste.

 

to be continued

Und ich freue mich wie immer über eure Kommentare und Gedanken!

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Septembermorgen-Shop für Mama und Kind mit Gewinnspiel

 „Ich wollte nicht nur am Computer designen, sondern darüber hinaus Dinge mit meinen Händen erschaffen. Wie zum Beispiel handbedruckte Notizbücher und Karten.“ Katja ist freiberufliche Mediendesignerin, bloggt auf Septembermorgen (und wohnt Luftlinie gerade mal acht Kilometer weit von mir). Seit kurzem ist ihr Shop  online, Luftlinie stets nur einen Click entfernt in den Weiten des Internets. Dort stelle ich euch Katja und ihren Shop vor:

Druck von septembermorgen

Druck von septembermorgen

 

Weiblich, jugendlich geblieben, zweifache Jungsmama und Freiberuflerin – Katja und ich haben auf Anhieb manches gemeinsam. Allerdings: während ich eher mit Worten male, kann sie das bildhaft und gestalterisch in allen Facetten. Ab sofort zu sehen und zu haben in ihrem neuen Shop (Link). Und auf mum02 zu gewinnen!

9 Monate waren zu kurz für einen Shop

Wie viele kreative Menschen wollte Katja „eigentlich schon längst eigene Produkte entwickeln“. 2010 hat sie sich bei dawanda angemeldet, 2013 ganz offiziell auch beim Gewerbeamt. Und 2014 war es soweit: Die ersten Produkte bevölkern ihren eigenen Shop, das „Baby“ ist geboren. Herzlichen Glückwunsch!

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Woher kommen die Ideen?

Als Mediendesignerin entwirft Katja Logos, Webseiten, Corporate Designs. Privat ist sie Mama von zwei kleinen Jungs. Aus dieser Mischung entstehen die grafisch klaren, überwiegend kindlichen (und wie ich finde: sehr charmanten) Motive auf Karten, Drucken, Tellern oder Aufklebern. Für Mama gibt es farbenfrohe aber niemals überladene Ketten. Und: „Einige Produkte leben schon in meinem Kopf und warten auf ihre Umsetzung“ verrät Katja.

 

Gewinnspiel: Diese Preise warten

Eure Chancen stehen gut: Hinterlasst einfach bei diesem Artikel einen Kommentar bis zum 31.05.2014, welches Produkt euch im Septembermorgen-Shop am besten gefällt. Der Gewinner / die Gewinnerin darf sich über gleich vier Preise freuen: einen DIN A4-Print nach Wahl, zwei Lieblings-Postkarten aus den Kategorien „Postkarten“ und „Baby“, einen Button oder ein Aufkleber-Set nach Wahl. Das Los entscheidet, wer gewinnt!

 

Viel Glück und viel Spaß beim Stöbern…

 

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Hans-Georg Nelles im Gespräch

11 Fragen an einen engagierten Vater: Hans-Georg Nelles von Väter & Karriere. Er hat das Thema Vereinbarkeit zu seinem Beruf gemacht und thematisiert zum Beispiel in seinem Blogbeitrag „Darf es auch ein bisschen weniger sein„, dass Karriere und Teilzeit kein Widerspruch sein dürfen – für Männer und Frauen. Das kann man nicht oft genug sagen und schreiben, bis es selbstverständlich wird. „Aber von alleine geht nichts, es braucht schon den Mut, diese Vorstellungen auch tatsächlich zu äußern und zu leben„, so Hans-Georg Nelles.

Hans-Georg Nelles auf der WomenPower 2012

Hans-Georg Nelles auf der WomenPower 2012

1.    Hand aufs Herz – wieso bloggst du?

Ich habe vor fast 8 Jahren angefangen zu bloggen, nachdem ich eine spannende Veranstaltung zum Thema Bloggen besucht habe und ich darin eine gute Möglichkeit gesehen habe, Väter und ihre Anliegen zum Thema zu machen und die Entwicklung, die ja just zu diesem Zeitpunkt durch die Diskussion um das Elterngeld an Dynamik gewonnen hat, zu dokumentieren.

2.    Woher nimmst du die Zeit dafür?

Das Thema Väter und väterbewusste (Personal-) Politik habe ich zu meinem Beruf gemacht und die Texte im Blog sind Ergebnis meiner täglichen Beschäftigung damit.

3.    Gibt es Dinge in puncto Vereinbarkeit, die du gerne von anderen Ländern oder Kulturen nach Deutschland importieren würdest?

Ich habe drei inzwischen erwachsene Kinder und das beste was mir „passieren“ konnte ist eine Partnerin, die Spaß am Beruf hat, gerne arbeitet und die uns so eine partnerschaftliche Aufteilung von Erwerbs- und Familienarbeit ermöglicht (hat).

4.    Ein Blick in die Zukunft: Wird es in zehn Jahren einfacher sein, in Deutschland Familie und Job zu vereinbaren? Oder machen wir eher Rückschritte?

Es wird nach dem Muster zwei Schritte vor, einen zurück verlaufen, aber ich bin der Überzeugung, dass die kommenden Väter und Mütter gute Chancen haben, ihre Vorstellungen gegenüber den Arbeitgebenden durchzusetzen. Aber von alleine geht nichts, es braucht schon den Mut, diese Vorstellungen auch tatsächlich zu äußern und zu leben.

5.    Wie sieht deiner Meinung nach die ideale Arbeitswelt aus?

Ideal sind Arbeitswelten, die zu den jeweiligen Bedürfnissen und Lebensereignissen von Männern und Frauen, Vätern und Müttern passen bzw. ihnen die Möglichkeit geben Arbeitszeiten und –orte so anzupassen, das gute Ergebnisse und Lebenszufriedenheit gleichermaßen erzielt werden.

6.    Bist  du lieber selbständig oder angestellt?

Ich habe 25 Jahre im Anstellungsverhältnis gearbeitet und bin jetzt seit fast 6 Jahren freiberuflich tätig. Ich kann mir nicht mehr vorstellen, von morgens bis abends an einem Schreibtisch zu sitzen und einer Tätigkeit nachzugehen.

7.    Stadt oder Land?

Das Land ist ein Sehnsuchtsraum, in den Städter Wünsche und Erwartungen projizieren. Ich brauch den Puls der Stadt. Manchmal ist es Berlin und der Takt ist anregend. Zur Entspannung reicht mir mein Viertel in dem DüsselDorf am Rhein.

8.    All-inclusive oder Abenteuerurlaub?

Weder noch, ich habe mir meine/ unsere Urlaube in den vergangenen 40 Jahren immer selber organisiert. Da war manches abenteuerlich, aber es war immer erholsam.

9.    Dein Lieblingsbuch?

Der Dialog, Das offene Gespräch am Ende der Diskussionen von David Bohm

10.    Körper, Geist, Seele – was ist dein Rezept, um mit dir selbst in Einklang zu kommen?

Nichts unternehmen, was diese Einheit zu sehr auf die Zerreißprobe stellt und wenn doch, laufen und anschließend in die Sauna.

11.    Angenommen eine Fee gewährt dir drei Wünsche. Was möchtest du sein, tun oder haben?

Gesundheit, Zufriedenheit und die Möglichkeit, meiner interessanten Tätigkeit möglichst lange nachgehen zu können und Wirkungen zu erzielen.

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Liebster Award: Blogs und Blogger kennenlernen

Rebecca von Mama-nagement hat mich nominiert für den „Liebster-Award„. Lieben Dank dafür! Es ist kein Wettbewerb sondern ein netter Weg, neue Blogs kennenzulernen. liebster-award

Die „Spielregeln“ sind schnell erklärt:

•    Verlinke die Person, die Dich verlinkt hat.
•    Beantworte die elf Fragen dieser Person.
•    Finde elf Blogger mit weniger als 200 Followern (wie auch immer das gemeint ist, oft ja gar nicht ersichtlich)
•    Denk dir elf neue Fragen für diese Blogger aus.

 

Mama-nagements Fragen und meine Antworten gibt es hier:

1. Wie hat Euer Umfeld reagiert, als Ihr verkündet habt, dass Nachwuchs kommt? Worüber lacht Ihr noch heute?

Bei Kind 1 war die Reaktion durchweg positiv. Bei Kind 2 musste ich mich fragen lassen, wieso wir uns so wenig Zeit zwischen den Kindern lassen (Zwischen den Geburtstagen liegen 18 Monate).

2. Worüber seid Ihr noch heute richtig böse?

Böse nicht. Nervig fand ich die Dreistigkeit, mit der wildfremde Menschen zum Beispiel an der Supermarktkasse wissen wollten „Was wird es denn?“ oder ungefragte Ratschläge von sich gaben.

3.    Welches sind die gängigsten Vorurteile über Kinder, Erziehung, Familie & Beruf o.ä., denen Ihr begegnet seid?

Die Vehemenz mit der Menschen ihre Überzeugung in diesem Bereich vertreten, erstaunt mich immer wieder. Da verkraften sie es eher wenn jemand eine andere Partei wählt als wenn jemand eine andere Einstellung zur Kindererziehung und Arbeit vertritt – das ist irre.

Nach wie vor verschlägt es mir regelmäßig die Sprache, wenn sich liberal scheinende Mitmenschen im Alltag als enorm konservativ entpuppen – zum Beispiel die „Azubinen“ (weibliche Auszubildende), die sich in der U-Bahn darüber unterhalten, dass sie ja sowieso mal heiraten und Kinder kriegen wollen, warum sollen sie da studieren. Oder die flippige 29-jährige Doktorandin, die sagt „Frauen haben weniger Zeit für Hobbies, weil wir uns eben um Einkaufen, Haushalt und Kochen kümmern müssen“.

4. Wie reagiert Ihr darauf?

Wenn es mich betrifft, versuche ich meine Ansichten darzulegen. Wenn ich die Geschichte nur so nebenbei aufschnappe, wie bei den gerade erwähnten Beispielen, erzähle ich meinem Mann davon und blogge ab und zu darüber. Eine gute Methode, das „ungeheuerliche“ zu verdauen 😉

5. Was meint Ihr, was besonders gut läuft in punkto Vereinbarkeit Familie & Beruf?

Ich habe häufig beobachtet, dass Chefs sehr verständnisvoll reagieren, wenn man direkt und offen mit ihnen spricht. Ich glaube, viele Mütter unterschätzen auch ihre Männer in dieser Hinsicht. Oder sind der Meinung, sie könnten es eben besser und delegieren daher zu wenig. Es gibt unzählige Initiativen und Zertifizierungen für Vereinbarkeit und Familienfreundlichkeit,  ich habe den Überblick verloren. Da steckt viel gute Absicht dahinter, doch nicht selten werden diese Aushängeschilder genutzt als Deckmantel, hinter dem sich Firmen verstecken können. Die betriebliche Realität sieht oft ganz anders aus. Ich arbeite als Werbetexterin für viele verschiedene Firmen und empfinde die Diskrepanz immer wieder als frappierend. Zugleich können kleine Betriebe da nicht mitspielen, sie haben keine Personalabteilung die sich um die Zertifizierung kümmert und ein Betriebskindergarten lohnt sich auch nicht. Dennoch funktioniert die Vereinbarkeit dort manchmal durch flexible Absprachen und kurze Wege mindestens genauso gut.

6. Wo gibt es dringenden Verbesserungsbedarf?

Wir brauchen mehr Vorbilder, Frauen und Männer. Daher ist bloggen eine ganz gute Idee 😉

7. Welche bekannte Persönlichkeit würdet Ihr gerne mal zum Thema „Leben mit Kind und Beruf“ interviewen?

Dich, Mittelmaßmama! Damit wir unsere virtuelle Bekanntschaft endlich in der realen Welt krönen

8. Was würdet Ihr dieser Persönlichkeit gerne sagen oder sie fragen?

Och, ich hätte da ein paar Ideen. Wollen wir einen  Comic zusammen machen, du illustrierst und ich texte? Dafür ziehen wir uns am besten für ein paar Tage auf eine abgelegene, bewirtschaftete Almhütte zurück…

9. Gewinnt man durch das Leben mit Kind besondere Kompetenzen?

Auf jeden Fall. Wichtig ist jedoch, in erster Linie Mensch zu bleiben und erst im nächsten Schritt Mama oder Papa. Leute, die sich nur noch über ihre Kinder definieren, sind mir unheimlich. Bei dem Satz „Erst seit ich Kinder habe, hat mein Leben einen Sinn“ bekomme ich Ausschlag. Das klingt nach Amnesie und nach einem Armutszeugnis. Ich weiß sehr gut, wer ich war, bevor ich Kinder hatte, und ich möchte dieser Person treu zu bleiben. Durch meine Kinder bin ich organisierter, multi-tasking-fähiger und – was Ausgaben für mich selbst anbetrifft – sicher auch sparsamer geworden. Und vielleicht auch ab und zu ein klein wenig geduldiger.

10. Haben wir Eltern uns ausreichend vernetzt?

Am wichtigsten sind mir die zwei, drei Kontakte vor Ort, die spontan einspringen, wenn ich zum Kundentermin muss und die Kinder nicht allein lassen kann. Im Gegenzug kommen ihre Kinder mit zu uns, weil die Eltern zum Beispiel Überstunden machen müssen oder wollen. Die Art von Netzwerk ist im Alltag wichtig. Ansonsten bin ich im Verband berufstätiger Mütter e.V., der politische Interessenvertretung betreibt. Online habe ich wunderbare, interessante Menschen kennengelernt über dieses Thema. Aber da geht es eher um Meinungs- und Erfahrungsaustausch. Du kennst vielleicht den Spruch: „Was nützen 500 Freunde in Social Networks, wenn in deiner Straße der Strom ausfällt?“

11. Was gönnst Du Dir heute, um Dich einmal richtig zu verwöhnen?

Ideen habe ich immer mehr als Zeit. Heute: Ein Spaziergang in der Sonne! Kuchen! Und vielleicht zum Ausgleich noch eine Runde joggen gehen. Vielleicht waren das auch schon wieder zu viele Ideen, mal sehen.

Seid ihr noch da? Das ist schön. Nun „nominiere“ ich meinerseits 11 Blogs und würde mich freuen, wenn deren Inhaber meine anschließenden  Fragen beantworten! Herzlichen Dank dafür vorab und ich freue mich auf eure Beiträge.

http://www.michaela-schonhoeft.de/

http://www.septembermorgen.com/

http://vaeter-und-karriere.de/

http://www.elkepeetz.de/

http://fraunessy.vanessagiese.de/

http://mamahatjetztkeinezeit.wordpress.com/

http://kindundjob.com/

http://www.momblog.de/

http://froschkoeniginnen.net/

http://aufzehenspitzen.wordpress.com/

http://www.passionpapa.de/

http://www.familierockt.com/

Meine 11 Fragen an euch:

  1. Hand aufs Herz – wieso bloggst du?
  2. Woher nimmst du die Zeit dafür?
  3. Für die Mamas und Papas unter euch: Gibt es Dinge in puncto Vereinbarkeit, die du gerne von anderen Ländern oder Kulturen nach Deutschland importieren würdest? (Alle anderen dürfen sich gern eine Frage ausdenken)
  4. Ein Blick in die Zukunft: Wird es in zehn Jahren einfacher sein, in Deutschland Familie und Job zu vereinbaren? Oder machen wir eher Rückschritte?
  5. Wie sieht deiner Meinung nach die ideale Arbeitswelt aus?
  6. Bist du / wärst du lieber selbständig oder angestellt?
  7. Stadt oder Land?
  8. All-inclusive oder Abenteuerurlaub?
  9. Dein Lieblingsbuch?
  10. Körper, Geist, Seele – was ist dein Rezept, um mit dir selbst in Einklang zu kommen?
  11. Angenommen eine Fee gewährt dir drei Wünsche. Was möchtest du sein, tun oder haben?

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Lesetipp: Mütter – die letzte Fiktion unserer Zeit?

GEO-Wissen MÜTTER

Über die Feiertage fand ich Muse, mich durch die vor Weihnachten erschienene Ausgabe von GEO Wissen zu schmökern. Sie handelt von „der wohl wichtigsten Frau im Leben der meisten Menschen: der eigenen Mutter“.

gelesen und für interessant befunden: GEO-Heft "Mütter"

gelesen und für interessant befunden: GEO-Heft „Mütter“

Vom Ende der deutschen Mutter und dem Beginn der Mütter

Besonders spannend fand ich die Gesellschaftsreportage „Gesucht: die neue Mutter“ von Christoph Kucklick. Ausgehend vom Stereotyp „Mütter haben sanft und opferbereit zu sein“ widerlegt er systematisch die Mutterschaft als „letzte Fiktion unserer Zeit“. In dem er zeigt: Es gibt nicht DIE gute Mutter, es gibt unendlich viele Spielarten. Dabei treten auf: Eltern dank Leihmutterschaft; eine frischgebackene 64-jährige Mutter; eine SOS-Kinderdorf-Mutter; eine Familie mit acht Kindern, die seit dem vierten Kind manchen Bekannten als „asozial“ gilt (so geht es meiner Freundin mit vier Kindern ebenfalls); Karrierefrauen mit eingefrorenen Eizellen; Adoptiveltern; zwei Kinder in einer Wohngemeinschaft mit ihren Vätern und Müttern, einem lesbischen und einem schwulen Elternpaar, etc.

Kucklick entlarft – wie andere vor ihm – den gerade im Westen Deutschlands häufig anzutreffenden „Kult der totalen Mutterschaft“ als Erbstück des deutschen Kaiserreichs und des Nazionalsozialismus. Und er zeigt durch viele Beispiele aus dem In- und Ausland, das diese Form der Überforderung völlig unnötig ist. Es gibt ja dieses bekannte Sprichwort „Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind groß zu ziehen.“ Daran erinnert mich der Tenor des Artikels: Um die angestrebte Gelassenheit zu realisieren, könnten viele gestresste Mütter auf die Rolle als „Zentralgestirn“ im Leben ihrer Kinder verzichten zu Gunsten anderer Bezugspersonen: allen voran den Vätern, daneben andere Familienmitglieder, Tagesmütter, ErzieherierInnen usw.

Am Ende des Artikels findet sich eine wenig überraschende aber meist vernachlässigte Tatsache: „Mütter sind dann am glücklichsten, wenn sie das Leben führen können, das sie sich wünschen.“ Ein Plädoyer für die Vielfalt des Mütterlichen.

Mütter und ihre Kinder

Im Abschnitt „Mütter und ihre Kinder“ beleuchtet GEO Wissen zunächst in Worten und Bildern das Wunder des Lebens, das Rätsel der Schwangerschaft und um Ähnlichkeiten zwischen Eltern und Kindern. Außerdem geht das Heft Fragen nach wie „Typisch Junge, typisch Mädchen?“, „Ist Mutterliebe angeboren?“ (scheinbar nicht), „Wie entkommt Frau der Perfektionismus-Falle?“ und – wie kann das Thema in einem deutschen Heft zu diesem Thema fehlen – „Wann ist es Zeit für die Kita?“ (es kommt darauf an).

Fazit

Die Reportagen und Texte im Heft teilen sich in zwei Blickwinkel: „Mütter und ihre Kinder“ und „Kinder und ihre Mütter“. Dazu gibt es jeweils zwei Tests, der erstere verspricht Aufschluss über die Beziehung zur eigenen Mutter, der zweite will die leidige Frage „bin ich eine gute Mutter?“ beantworten. Solche Psycho-Tests für den Hausgebrauch sind Geschmackssache, davon abgesehen fand ich jedoch viele aufschlussreiche Analysen und Betrachtungen in den 16 versammelten Texten und kann das Heft daher absolut empfehlen.

Das Heft GEO WISSEN Nr. 52 „Mütter“ umfasst 164 Seiten und kostet in Deutschland 9,50 Euro.

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