Schlagwort-Archive: Improvisationstalent

Krank sein geht gar nicht…

Ziegen1…und kommt doch vor. Hatte ich schon erwähnt, wie gut wir diesen Winter als Familie gesundheitlich überstanden haben? Dafür bringt uns dieses winterliche Pseudo-Frühjahr irgendwie zur Strecke, seit zehn Tagen ist der Wurm drin im System.

Kranke Mamas basteln keine Vulkane mehr. Sondern versuchen, ganz schnell wieder gesund zu werden. Wo doch ein Termin den nächsten jagt in meinem Leben. Morgen Abend soll ich ein Konzert moderieren, vor circa 400 Leuten. Meine Hausärztin hat erwartungsgemäß die Augen verdreht, als ich heute morgen krächzend in ihrer Praxis auftauchte (wo ich zuletzt vor über einem Jahr gewesen bin). Scharlach ist es zum Glück nicht, dennoch meint sie, ich bräuchte ein Antibiotikum. Wo ich das doch meide wie die Steuererklärung, brrr.

Am besten lege ich mich gleich mal eine Stunde ins Bett. Zumindest versuche ich, mir selbst Ruhe zu verordnen. Ich bin da ja ganz schön widerspenstig… Weiterlesen

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Fieber-Jojo, jonglierende Eltern und ein selbst gemachter Vulkanausbruch.

Anstatt an Text-Aufträgen zu feilen, verbrachte ich heute dank krankem Sohn einen sonnigen Nachmittag mit dem Bau eines Vulkans.

sicherheitshalber stellen wir den fertigen Vulkan auf die Wiese

Vor dem Ausbruch: Unser erster Vulkan

Seit seinem Geburtstag am Wochenende ist unser jüngster Spross kränklich, ein richtiges Fieber-Jojo plagt ihn, seit Tagen saust es auf und ab. Als kleine rote Flecken dazu kamen, sind wir dann doch lieber zum Kinderarzt. Scharlach ist es zum Glück nicht, er hat sich wohl einen Virus eingefangen. Und soll diese Woche lieber zu Hause bleiben. Genau das hören berufstätige Eltern wie wir natürlich nicht gerne, vor allem am Wochenanfang, bringt es doch die ganze Planung durcheinander…

Aber nachdem wir diesen sechs Monate dauernden Winter – abgesehen von Schnupfen und Husten – gesund überstanden haben, will ich mich nicht beschweren. Und der Mann und ich wechseln uns ja ab mit der Kinderbetreuung, jeder arbeitet also etwas weniger diese Woche und jongliert die Termine so gut es geht.

Heute Nachmittag war ich mit den Kindern (der Große wollte auch nicht in den Kindergarten, wenn Mama doch zu Hause ist – muss er ja auch nicht) daheim. Dem Kleinen ging es prächtig (schwächelt eher gegen Abend), die Sonne schien und wir hatten endlich Zeit, einen Vulkanausbruch zu basteln. Die Idee haben wir übrigens aus diesem Buch*: Weiterlesen

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Planning to fail? Bitte mehr Verbindlichkeit.

Failing to plan is planning to fail“ ist so ein schlauer Spruch, der mir immer wieder mal begegnet. Den ich auch fleißig praktiziere. Gerade für berufstätige Eltern ist Planen ja sozusagen ein Muss. Wer holt mein Kind vom Kindergarten, wenn ich um 17 Uhr beim Kundentermin bin? Wie schaffe ich es zu diesem abendlichen Netzwerktreffen, wenn der Partner gleichzeitig Chorprobe hat und ich eigentlich nicht schon wieder 25 Euro für eine Babysitterin investieren will?elefantparade

Da bei mir heute um 16 Uhr ein Kundentermin im Kalender steht, habe ich gestern mit einer Freundin, deren Kinder in denselben Kindergarten gehen wie meine, vereinbart, dass sie heute meine Kinder abholt und mit zu sich nimmt, bis entweder mein Mann oder ich von der Arbeit zurück sind. Dafür nehme ich morgen nach Kindergartenschluss ihre Kinder für zwei Stunden mit zu uns, denn sie sollte länger im Büro bleiben.

Ich weiß nicht, ob es eine hohe Kunst ist, dieses „match-making“, dieses gegenseitige Geben und Nehmen. Jedenfalls ist diese Kunst im Ergebnis oft unbefriedigend. Zum Beispiel wenn, wie bei mir eben passiert, der heutige Termin vom Geschäftspartner kurzfristig abgesagt wird, gerade eben, heute morgen. Ob wir ihn um genau eine Woche verschieben können? „Ja klar, kein Problem“, höre ich mich sagen. Der Blick in den Kalender offenbart mir: Nächsten Mittwoch sind die Kinder beim Kindergeburtstag eingeladen. Also brauche ich jemanden, der sie dort wieder abholt. Nun gut, ich werde brav wieder organisieren und telefonieren in der Hoffnung, das alle die Termine dann auch einhalten und niemand überraschend krank wird. Das schöne Arrangement für heute war jedenfalls für die Katz, die Kinder meiner Freundin hole ich morgen dennoch ab, versprochen ist versprochen.

Ich bin wirklich kein Mensch, der das Leben gern verkompliziert. Aber für alle anderen Meetingteilnehmer hängt kein „Rattenschwanz“ an ihrem Terminkalender, sie sind entweder kinderlos oder haben eine Partnerin, die zu Hause ist. Deshalb ist die Planerei bei mir eben etwas aufwendiger und ich bin sehr dankbar, wenn ich mich auf Vereinbarungen verlassen kann. Wie war das noch eben, planning leads to failure?

P.S. so, nachdem ich mir das jetzt von der Seele geschrieben habe, mache ich mich motiviert an die Arbeit…

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Empörung ist schick, bringt uns aber auch nicht weiter.

Ärgert ihr euch nicht auch oft über die gedrechselten, schwammigen Aussagen vieler Berufspolitiker, die wir jeden Tag serviert bekommen? Redet aber jemand Klartext, stürzen wir – Medien, Blogger oder Leser – uns ganz gern hämisch auf diese Person. Heute ist mal Lencke Wischhusen dran. Ich kenne die Frau nicht persönlich und bin kein Mitglied im Bund Junger Unternehmer (BJU), fühle mich also objektiv genug, um meine eigene Meinung zu ihren Aussagen kundzutun.

Lencke Wischhusen gestern in der BILD:

„Frauen müssen im Job mutiger werden. Sie brauchen mehr Selbstvertrauen, zum Beispiel in Gehaltsverhandlungen.“

Diese Feststellung ist nicht neu und nach wie vor richtig.

„Sie wählen oft Berufe, in denen eher niedrige Löhne gezahlt werden. Insofern haben Frauen auch eine Mitverantwortung an den Verdienstunterschieden.“

Bingo, die Aussage aus Satz eins ist bekann. Satz zwei mag weh tun, klingt aber logisch.

„Frauen könnten ihrem Chef anbieten, während der Babypause z. B. als Urlaubsvertretung in der Firma zu arbeiten. So bleiben sie besser in Kontakt mit ihrem Arbeitgeber“

Ah, den Stein des Anstoßes orte ich auf dem Grund dieser Aussage! Sie mündete in die Bild-Headline: „Mütter mit Babys sollen in den Ferien arbeiten“. Seit wann ist die Babypause ein Ferienlager? Diese Zeit hat mit Urlaub gar nichts zu tun. Frau Wischhusen scheint das allerdings auch gar nicht behauptet zu haben.

Für den Wiedereinstieg nach der Babypause ist es tatsächlich sehr empfehlenswert, in Kontakt mit Chef und Kollegen zu bleiben. Ein paar Tage Urlaubsvertretung anzubieten oder die Teilnahme an einem Workshop, wenn die Kinderbetreuung in der Zeit geregelt ist, halte ich für eine machbare und praktische Idee. Sicher nicht für jede Mama, aber welche Idee ist das schon? Übrigens gibt es ja auch Vätermonate (zwei bis zwölf, je nach eigenem Ermessen), Mama muss nicht immer beim Kind sein.

Seien wir ehrlich: Die Debatte um berufstätige Mütter und die Kinderbetreuung dreht sich schon so lange im Kreis, dass einem dabei schwindelig werden kann. Kommt tatsächlich jemand mit konkreten Vorschlägen, werden diese wie hier bruchstückhaft wiedergegeben und anschließend zum Abschuss freigegeben. „Wie kann die es wagen, die hat ja selbst keine Kinder, Unternehmertochter, pfui“, so einige Reaktionen auf den (von BILD in gewohnt sachlich-nüchterner Manier – ähm, Achtung: Ironie) lancierten Bericht zum Interview mit der BJU-Vorsitzenden. Sorry Leute, aber so traut sich bald keine(r) mehr, den Mund auf zumachen. Und das bringt uns bestimmt nicht weiter.

Soweit das Wort zum Donnerstag.

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Kinder passen nicht in ein perfektes Leben

heißt ein Beitrag in Cicero  (hier nachzulesen: http://www.cicero.de/berliner-republik/geburtenrueckgang-familienplanung-kinder-passen-nicht-ein-perfektes-leben/52994). Es geht um Familienpolitik und das Geld allein potentielle Eltern nicht motivieren wird und kann, sich fortzupflanzen. Ein Auszug: „Das Los dieser potenziellen Eltern-Generation ist es, dass Männer wie Frauen in einer Welt voller Entfaltungsmöglichkeiten nach Perfektion streben – eben weil uns suggeriert wird, dass diese möglich ist. Wir wollen nicht die Fehler unserer Eltern wiederholen, wir erwarten viel von uns. Vom Jetzt, vom Heute. Einen perfekter Partner, die perfekte Hochzeit, das perfekte Facebook-Profil, die perfekte Kita für das perfekte Kind, die perfekte Schule, die perfekte Wohnung, den perfekten Stadtteil in der perfekten Stadt mit dem perfekten Job.“

Da werden in Deutschland täglich Tonnen an Ratgeberliteratur gekauft, aber anscheinend nicht gelesen.  Sonst wüssten wir Glückssucher längst, dass Glück eben nicht in der Perfektion zu finden ist. Das neueste iphone, der ultragroße Flachbildschirm, die Designercouch und der fünf-Sterne-Cluburlaub haben uns nämlich gar nicht  glücklich gemacht. Aber nach den Maßstäben unserer Konsumgesellschaft wenigstens annähernd perfekt. Kinder dagegen sind ein archaisches Feuerwerk an Ungewissheiten. Das fängt schon damit an, das man nicht wirklich planen kann, schwanger zu werden – es ist ein Glücksspiel, Pille absetzen und abwarten.  Dann nimmt unser Körper ungeahnte Ausmaße an, wir passen nicht mehr in die coolen Jeans, vielleicht sogar nie wieder. Eine Geburt? Zum Glück gibt es Kaiserschnitt, man weiß ja sonst gar nicht, wann da was auf einen zukommt…. bevor ich jetzt noch zynischer werde, haue ich mir selbst auf die Finger. Stoppppp.

Kinder sind das beste Mittel gegen Perfektionismus. Sie machen viel Dreck, sind laut und unwahrscheinlich lustig. Sie lachen und weinen, wenn ihnen danach ist. Sie sind unberechenbar und häufig unbestechlich. Außer mit Süßigkeiten. Manchmal wünsche ich sie zum Teufel und mir meine Ruhe. Sind sie weg, ist es plötzlich viel zu still. Sie haben grandiose Ideen, die keinen Aufschub dulden. Diese Woche haben wir zum Beispiel eine Murmelbahn gebaut, aus leeren Klopapier- und Geschenkpapierrollen und Tesa. Es war eine architektonische Herausforderung, sie stand ganze fünf Minuten. Dennoch wurde sie als voller, befriedigender Erfolg verbucht.

Im Gegensatz zu uns perfektionistischen, verplanten Erwachsenen sind Kinder im Geiste echte Abenteurer. Häufig verschreibt man diesen Wesen Pillen gegen ADS oder ADHS, Krankheiten einer modernen Zeit. In Wirklichkeit leiden viele Erwachsenen ja an ADS – an einem Abenteuer-Defizit-Syndrom. Daher boomen Outdoor-Motivationsseminare, Canyoning, ganz wilde Sachen, aber bitte mit Vollpension. Man kann aber auch mit den  Kindern raus in den Wald, in den Matsch, auf Bäume klettern, Hinterhöfe durchforsten. Seid ich Kinder habe, ist mein Leben ein Dschungel. Ich jongliere, reagiere, denke für mehr Menschen als mich allein. Ja ich trage sogar Verantwortung, steht mir manchmal ganz gut. Oft übernimmt das Chaos, die Wohnung ist nie länger als fünf Minuten sauber aufgeräumt und ich habe jeden Tag tausend Mal die Chance, mich in Gelassenheit zu üben. Wenn es gut läuft, kann ich darüber lachen. Übrigens, laut Eckart von Hirschhausen lachen Kinder 400 mal am Tag, Erwachsene 12 mal und Tote gar nicht. Das ist doch eine klare Tendenz.  Da lebe ich viel lieber lustig anstatt perfekt.

 

 

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Die besten Bücher 2012

meerderbücherGestern meinte eine (kinderlose) Freundin zu mir, sie mache sich endlich mal wieder einen gemütlichen Lesetag auf dem Sofa. Ich war beeindruckt. Und mir fiel ein, dass ich so etwas in grauer Vorzeit auch  gesagt und getan haben mag. Einen ganzen Tag einfach nur lesen. Könnte ich das überhaupt noch? Als Mama bin ich froh, wenn spät abends noch genug Wachheit und Muse da ist, zu lesen was ich lesen will. Doch als passionierte Bücher-Verschlingerin finde ich diese Zeit, ich horte Bücher nicht nur auf meinem Nachttisch, auch im Bad, in der Küche, in der Handtasche –  um gewappnet zu sein und in etwaigen freien Minuten sofort los zulegen mit dem Lesen. So macht es vermutlich auch Bücherwurm Mariki, denn wie anders hätte sie es geschafft, 2012 sagenhafte 114 Bücher zu vertilgen (und darüber zu bloggen unter http://buecherwurmloch.wordpress.com/). Respekt! Ganz so viele waren es bei mir nicht, aber (Achtung: Guter Vorsatz) ich habe vor, im Jahr 2013 mal mitzuzählen.

2012 habe ich nicht nur mein erstes eigenes Buch veröffentlicht, sondern auch viele Bücher und Texte gelesen, studiert, verschlungen oder gar „inhaliert“. Wenigstens eine Handvoll der Bücher, die mich dabei beeindruckt haben, möchte ich euch kurz vorstellen:

„Frerk, du Zwerg“ von Finn-Ole Heinrich: Bin auf der Frankfurter Buchmesse zufällig in seine Lesung geraten und geblieben – ein irrsinnig komisches und zugleich tiefsinniges Kinderbuch. Meine Kinder müssen mich nie zweimal fragen, ob ich es NOCH EINMAL vorlese.

„Rock your life“ von Rudolf Schenker: Ja, der Gründer und Gitarrist der Scorpions hat nicht nur ein Buch geschrieben, sondern gleich ein neues Genre begründet: Die Ratgeberbiographie. Das Vorwort stammt von seinem Kumpel Paulo Coelho. Nicht nur für Rockfans eine Wucht.

„Die Klatschmohnfrau“ von Noëlle Châtelet ist eine märchenhafte Liebesgeschichte und spielt dazu auch noch mitten in Paris. Marthe ist siebzig, Félix achtzig Jahre alt, als ihre Leidenschaft füreinander entflammt. Wunderschön webt Châtelet die Geschichte und beweist, das Liebe und Sexualität nicht in Rente gehen (müssen).

„Leben in Israel“ von Michael Borgstede habe ich zu Recherchezwecken gelesen für mein Kapitel über Galit aus Tel Aviv. Dank den großartig erzählten Geschichten lernte ich viel über ein kompliziertes Land und sein – trotz allem – äußerst lebensfrohes (und enorm kinderliebes) Volk.

Wenn man globale Geschichten sammelt, liegt es nahe, solche auch zu lesen. So reiste ich in Gedanken mit Helge Timmerberg „In 80 Tagen um die Welt“, radelte mit Tilmann Waldthaler vom „Nordkap – Neuseeland“, tauchte ein in die Wildnis Kanadas mit Sanna Seven Deers „Feuerblume“ und ruhte über Weihnachten „Unter dem Flammenbaum“, Nicola Vollkommers autobiographischem Roman über ihre abenteuerliche Kindheit in Nigeria.

Mit ganzem Herzen Mama zu sein UND Globetrotterin ist schwer vereinbar, daher bin ich froh um die wunderbaren Bücher, die mich teilhaben lassen an Abenteuern auf der großen weiten Welt. In diesem Sinne wünsche ich euch allen ein gutes neues Jahr, in dem ihr eure Träume nicht aus den Augen lasst 😉

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Jobwechsel bitte nur zum Schuljahresanfang

Meine Freundin wechselt gerade im Raum Stuttgart den Job und muss deshalb mit ihrer kleinen Familie umziehen. Dabei machte sie die Erfahrung, dass alles verhandelbar ist – Job, Wohnung, etc. – mit AUSNAHME der Kinderbetreuung. Sie hat sich die Finger wund telefoniert, um für ihren Sohn ab Januar 2013 einen Ganztages-Kindergartenplatz zu bekommen. Die sind aber alle vergeben, erst im September 2013 würden wieder Plätze frei. Ihr neuer Arbeitgeber hat für knapp 3000 Mitarbeiter vor Ort nur drei Kindergartenplätze reserviert – die sind für die nächsten drei Jahre bereits besetzt. Daher haben sie und ihr Partner sich nun zähneknirschend für eine Wohnung in Leonberg, einer Stadt außerhalb Stuttgarts, entschieden, in die sie eigentlich nie ziehen wollten. Doch nur dort bekommen sie im laufenden Kindergartenjahr einen Ganztagesplatz für ihren bis dahin dreijährigen Sohn.

Kindergartenplatz verzweifelt gesucht

Selbst eine Tagesmutter war vor Ort nicht zu finden. Da der Kleine bereits seit zwei Jahren in die KITA geht, sehr aktiv ist und gern mit vielen anderen Kindern spielt, wäre das nur notfalls eine Option gewesen; schließlich ist er mit drei Jahren ja auch alt genug für den Kindergarten. Brauchen werden sie eine Tagesmutter dennoch stundenweise, denn selbst die Öffnungszeiten des Ganztageskindergarten reichen nicht immer aus, um ihre wöchentliche Arbeitszeit von jeweils mehr als 40 Stunden plus Fahrzeit abzudecken. Merke: Jobwechsel bitte nur zum September eines Jahres in Angriff nehmen, denn die Kinderbetreuung ist nun mal nicht so flexibel wie der Arbeits- oder Wohnungsmarkt.

Nachtrag: Warum bekommen gerade hochqualifizierte Paare eigentlich oft nur ein Kind? Vielleicht, weil der Organisationsaufwand ab dem zweiten Kind oft zu komplexe Dimensionen annimmt.

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Wir spielen Feuerwehr

Nur einen Tag nach meinem letzten Blog-Beitrag nahm ich die darin angemerkte leise Kritik an meinen Kindern in Gedanken zurück. Denn wenn man sie bei der Arbeit helfen lässt, ist ihr Engagement mitunter grenzenlos. Zum Beispiel vergangenen Donnerstag. Morgens rief meine Freundin an, die in unserem ehemaligen Firmengebäude einen Lagerraum hat. „Da steht Wasser im Untergeschoss“, sagte sie mir. Mhm, das Gewitter in der Nacht zuvor war ziemlich heftig gewesen, wahrscheinlich konnten die Schächte diese Wassermassen nicht aufnehmen. Ich wollte gleich hinfahren. Die Kinder waren voll bei der Sache, suchten ihre Gummistiefel, Eimer und Schaufeln zusammen und setzten sich ins Auto. Abenteuer lag in der Luft. Auf der kurzen Fahrt breiteten Noah und Taro ihr theoretisches Feuerwehr-Wissen vor uns aus  (Papa war auch mit an Bord). Bilderbücher bilden eben. Ich ernenne die beiden zur Wandelschen Jugendfeuerwehr, was ihre Motivation noch steigert. Wir besehen uns den Schaden, trocknen den Keller und befreien die Schächte von Laub und Dreck. Zum Glück sind nur ein paar Kartons  nass geworden. Mit einem guten Gefühl zieht das Team Feuerwehr/Kanalreinigung wieder ab. Allein hätte mir die Aktion bestimmt keinen Spaß gemacht.

Buildboots_WikipediaCommons

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Mütter sind mutig und andere Umfrageergebnisse

Pünktlich zum Muttertag macht BRIGITTE mit einer Forsa-Umfrage von sich reden, oder genauer für den neuesten Ableger „Brigitte Mom“. Demnach sind Mütter mutige Improvisationskünstlerinnen und besonders belastbar (Bingo, habe erst kürzlich ein Puppenhaus aus Schuhkartons gebaut und es steht noch). Nach Brigitte Balance für Sportliche und Brigitte Woman (für „Ältere“, was natürlich mit vierzig noch keine sein will) gibt es nun eine Brigitte für Mütter. Interessant fand ich an der Umfrage vor allem, wie kritisch heutige Mütter von der Generation über 50 Jahren teilweise beäugt werden. In dieser Altersgruppe halten 39 Prozent Mütter für „nervig“ und 38 Prozent finden, Mütter würden sich heutzutage „zu wichtig nehmen“. Tja, ihr Golden Ager hättet ja früher schon eine Zeitschrift speziell für Mütter auf den Markt bringen und Bücher über Mamas  schreiben können. Da es bald sowieso mehr ältere Mitmenschen gibt und weniger Mütter nachkommen, verbünden wir uns zum Teil schon über Grenzen hinweg. Ich halte diesen Post darum auch kurz und setze mich gleich wieder an das Kapitel über eine „working mum“ in Israel, damit mein Manuskript pünktlich fertig wird. Heute Nachmittag kann ich nicht schreiben – bin nämlich eingeladen. Im Kindergarten meiner Söhne steigt eine große Muttertagssause, für die Kinder eine ganz große Sache, seit Tagen üben sie heimlich eine kleine Vorführung ein. Ich freu mich drauf, gemeinsam mit den anderen Mamas mal wieder so richtig doll im Mittelpunkt zu stehen. 😉

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