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Septembermorgen-Shop für Mama und Kind mit Gewinnspiel

 „Ich wollte nicht nur am Computer designen, sondern darüber hinaus Dinge mit meinen Händen erschaffen. Wie zum Beispiel handbedruckte Notizbücher und Karten.“ Katja ist freiberufliche Mediendesignerin, bloggt auf Septembermorgen (und wohnt Luftlinie gerade mal acht Kilometer weit von mir). Seit kurzem ist ihr Shop  online, Luftlinie stets nur einen Click entfernt in den Weiten des Internets. Dort stelle ich euch Katja und ihren Shop vor:

Druck von septembermorgen

Druck von septembermorgen

 

Weiblich, jugendlich geblieben, zweifache Jungsmama und Freiberuflerin – Katja und ich haben auf Anhieb manches gemeinsam. Allerdings: während ich eher mit Worten male, kann sie das bildhaft und gestalterisch in allen Facetten. Ab sofort zu sehen und zu haben in ihrem neuen Shop (Link). Und auf mum02 zu gewinnen!

9 Monate waren zu kurz für einen Shop

Wie viele kreative Menschen wollte Katja „eigentlich schon längst eigene Produkte entwickeln“. 2010 hat sie sich bei dawanda angemeldet, 2013 ganz offiziell auch beim Gewerbeamt. Und 2014 war es soweit: Die ersten Produkte bevölkern ihren eigenen Shop, das „Baby“ ist geboren. Herzlichen Glückwunsch!

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Woher kommen die Ideen?

Als Mediendesignerin entwirft Katja Logos, Webseiten, Corporate Designs. Privat ist sie Mama von zwei kleinen Jungs. Aus dieser Mischung entstehen die grafisch klaren, überwiegend kindlichen (und wie ich finde: sehr charmanten) Motive auf Karten, Drucken, Tellern oder Aufklebern. Für Mama gibt es farbenfrohe aber niemals überladene Ketten. Und: „Einige Produkte leben schon in meinem Kopf und warten auf ihre Umsetzung“ verrät Katja.

 

Gewinnspiel: Diese Preise warten

Eure Chancen stehen gut: Hinterlasst einfach bei diesem Artikel einen Kommentar bis zum 31.05.2014, welches Produkt euch im Septembermorgen-Shop am besten gefällt. Der Gewinner / die Gewinnerin darf sich über gleich vier Preise freuen: einen DIN A4-Print nach Wahl, zwei Lieblings-Postkarten aus den Kategorien „Postkarten“ und „Baby“, einen Button oder ein Aufkleber-Set nach Wahl. Das Los entscheidet, wer gewinnt!

 

Viel Glück und viel Spaß beim Stöbern…

 

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Schatzsuche: Auf dem Weg zu mehr Lebensfreude

Porträt: Nachgefragt bei Angela Fürtsch

Heute möchte ich euch eine Frau vorstellen, die ich im Frühjahr kennengelernt habe. Was sie macht, finde ich sehr spannend und hilfreich, weshalb ich sie bat, mir für mum02 mehr darüber zu erzählen. Besonders interessiert hat mich, mit welchen Fragen Frauen und Mütter in ihre Praxis kommen und ob man Lebensfreude tatsächlich lernen kann.

 

Vier Fragen an Angela (Foto: privat)

Vier Fragen an Angela zum Thema Lebensfreude (Foto: privat)

 

1. Angela, stell dich doch bitte in einem Satz kurz vor.

 Ich bin Heilpraktikerin (Psychotherapie): In meiner „Praxis für Lebensfreude“ in Reutlingen berate und coache ich Frauen, die sich Veränderungen in ihrem Leben wünschen – in welchen Lebensbereichen auch immer.

2. Lebensfreude wünschen wir uns alle möglichst viel – du betreibst sogar eine Praxis für Lebensfreude. Das klingt toll! Was genau verbirgt sich hinter deinem Konzept?

 Hinter meinem Konzept verbergen sich meine persönlichen und beruflichen Erfahrungen:

Als Studentin hatte ich schwierige Konflikte mit meinen Eltern und habe längere Zeit eine Beratung in Anspruch genommen. Ich fand die Beratung ganz toll, weil es unheimlich befreiend war, mit einer neutralen Beraterin über persönliche Dinge zu sprechen und neue Lösungsmöglichkeiten zu erkennen. Irgendwann wollte ich das dann selbst lernen und habe eine 5-jährige körperorientierte Psychotherapie-Ausbildung in der Schweiz absolviert.

Daraus ist mein Konzept entstanden:

In meiner Praxis für Lebensfreude biete ich Frauen einen Raum an, in dem sie zur Ruhe kommen können.

Einen Raum, in dem sie sich wohl fühlen, entspannen und mit sich selbst in Kontakt kommen.
Einen Ort, an dem sie durchatmen können und spüren, wie es ihnen wirklich geht.
Einen Ort, an dem sie Schritte der Veränderung tun können.

Ich weiß, dass Frauen eine Frau brauchen, der sie sich anvertrauen, mit der sie lachen und weinen können.

Mit deren Hilfe sie herausfinden und ausdrücken können, was sie wirklich bewegt.
Was sie freut, was ihnen Schmerzen bereitet, was sie wütend macht.
Was sie sich wünschen, erträumen und ersehnen.
Eine Frau, die ihr Lachen und ihre Tränen, ihre Wut und ihre Lebensfreude willkommen heißt.

Es ist mir eine Freude und Ehre, diese Frau für meine Klientinnen sein zu dürfen.

 

3. Bestimmt coachst du auch berufstätige Mamas. Mit welchen Fragestellungen kommen sie zu dir, wie hilfst du ihnen weiter – kannst du darüber ein wenig verraten?

 

Klar coache ich auch berufstätige Mamas.

Typische Fragestellungen sind zum Beispiel:

– Ich brauche dringend mal wieder Zeit für mich – wie kann ich mir Freiräume schaffen?

– Ich bin immer für alles zuständig, bekomme aber nie Anerkennung – wie kann ich das ändern?

– Mein Partner und ich sind nur noch Eltern – wie werden wir wieder ein Paar?

– Ich will wieder in´s Berufsleben einsteigen, aber ich traue mich nicht. Was kann ich tun?

 Wie helfe ich den Frauen weiter?

Jede Frau hat in ihrem Leben Phasen der Unzufriedenheit, der Erschöpfung, der Unruhe, der Lust auf Veränderung, der Umbrüche.

Dann tut es ihr gut, den Rücken gestärkt zu bekommen beim Entdecken der Ursachen und der individuellen Veränderungsmöglichkeiten. Auf dem Hintergrund meiner Ausbildungen und meiner langjährigen Berufserfahrung unterstützte ich meine Klientinnen mit psychologischer Beratung, Coaching und Psychotherapie dabei, zu entdecken, wie sie ihre persönlichen Ressourcen optimal nutzen können. Denn es geht immer auch darum, nicht in der Entdeckung der Möglichkeiten zu verharren, sondern die Schritte zu einer positiven Veränderung auch zu tun.

Vier Augen sehen mehr als zwei:

In diesen Veränderungssituationen ist natürlich auch von Vorteil, dass ich als unabhängige Beraterin Frauen neutral und unbelastet begleiten kann. Nicht meine Wünsche und Bedürfnisse, sondern die Fragen und Themen meiner Klientinnen stehen im Mittelpunkt meiner Arbeit.

 

4. Kann man mehr Lebensfreude lernen?

 

Lebensfreude ist jedem Menschen angeboren. Aber manchmal ist die Lebensfreude (in Teilen) verschüttet durch unangenehme oder auch traumatische Erfahrungen, Zwänge, Pflichten, eine Lebensweise, die nicht mit dem wirklichen Wesen der Person übereinstimmt. Jede von uns kann lernen, herauszufinden, was wirklich zu ihr passt. Welche Art von Menschen, Beziehungen, Tätigkeiten, Wünsche, etc.

Ich habe verschieden Methoden zur Verfügung, mit denen Menschen wieder in Kontakt mit ihrer Lebensfreude kommen können: Gespräch, Körperübungen, Entspannungsübungen, Imaginationsübungen. Ich schaue immer genau, welche Methoden zu welcher Frau in welchem Moment passen. Die Klientin hilft mir mit ihren Rückmeldungen dabei.

Wenn sich eine Frau entscheidet, bei mir eine Beratung zu machen, sage ich immer: „Wir machen uns jetzt gemeinsam auf die Schatzsuche: Wir werden Ihre individuellen Schätze finden und ausbuddeln!“

Vielen Dank für das Gespräch!

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern eine Spätsommerwoche voller Lebensfreude.

Peggy

P.S. Wenn ihr mehr erfahren wollt, besucht doch Angelas Website:

 

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Die Definition von Berufstätigkeit

Spiegel online zitiert heute eine aktuelle Erhebung des Statistischen Bundesamts, nach der immer mehr Mütter in Deutschland berufstätig sind. http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/familie-und-job-zwei-von-drei-muettern-sind-berufstaetig-a-885700.html 

„Die meisten Mütter von Kindern unter 15 Jahren in Deutschland sind berufstätig: 68 Prozent arbeiten – das sind mehr als zehn Jahre zuvor.“

Diese Meldung darf jede(r) für sich selbst bewerten. Im Kontext der anhaltenden Diskussion um die Vereinbarkeit von Familie und Job, Fachkräftemangel und Kinderbetreuung ist die Botschaft ziemlich klar: Supi, was wollt ihr denn, da tut sich doch was!

Aber Moment mal: Was ist ein Job? Wie definiert das Statistische Bundesamt „Berufstätigkeit? Davon ist im Artikel nicht die Rede. Vermutlich ist bezahlte Arbeit per se eine Berufstätigkeit, egal ob ich eine oder 80 Stunden die Woche arbeite. Dennoch ist die Unterscheidung wichtig, daher sollte man genauer nachfragen. In meiner Gegend hört sich die Realität beispielsweise so an (O-Ton, heute Abend in der Sammelumkleidekabine eines nahe gelegenen Schwimmbades):

Mama A: „Du kellnerst ja in der Albhütte, stimmt’s?“ Mama B: „Arbeitest du auch?“ Mama A: „Ja, ich bediene im Lokal „Adler“ ab und zu, ein bisschen was muss eben schon rein kommen nebenher“. Mama B: „Ja, ein 400-Euro Job ist okay. Ich weiß gar nicht wie das Familien machen, bei denen nur der Vater arbeitet“.

Eine Bekannte von mir ist alleinerziehend, der Kleinste kann werktags bis 16 Uhr im Kindergarten bleiben. Sie arbeitet tagsüber in der Gastronomie und hat an ihrem freien Tag noch eine Putzstelle, dennoch reicht das Geld nicht. Ihr Ex-Mann macht Druck, sie solle sich endlich eine „richtige“ Vollzeitstelle suchen und ihm nicht mehr auf der Tasche liegen – doch wer schaut solange nach ihrem vierjährigen Sohn?
Kürzlich erzählte mir eine andere Mama von ihrem Stress im Job, sie ist verheiratet und hat zwei Kinder. Erst nach geraumer Zeit bekam ich mit, dass sie ganze drei Stunden die Woche in einer Kleinkindgruppe arbeitet, während ihre beiden Kinder im Kindergarten sind. Zwei Drittel aller Mütter arbeiten? Sorry, Statistisches Bundesamt, ich finde diese Zahlen wenig beeindruckend. Wie viele Mütter haben einen Job, von dem sie leben könnten? Der ihnen eine Rente sichert?

Dazu lief heute ein interessanter Beitrag auf NRD: „Ungerecht: Mütter-Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt“ (http://www.ndr.de/regional/muetterdiskriminierung101.html.) Darin erläutert ein Professor Stefan Sell  (Hochschule Koblenz) das Problem aus volkwirtschaftlicher Sicht: „Es gibt zahlreiche Studien, die zeigen, dass wir uns eine unglaubliche Verschwendung von Qualifikation, von Wissen, von Leistungsfähigkeit erlauben, durch die vielen strukturellen Hindernisse, die wir den qualifizierten Müttern in den Weg legen. Der Schaden geht in die Milliarden, das können wir uns eigentlich gar nicht mehr erlauben.“

Ein Fazit des NDR-Beitrags: „Doch auch Familienministerin Kristina Schröder scheint dieses Problem noch nicht wirklich erkannt zu haben. Nach wie vor predigt sie ihre Überzeugung, Frauen könnten selbst wählen, wie sie leben und wie viel sie arbeiten möchten. Wer wolle, der könne auch arbeiten, und wählen, ob Voll- oder Teilzeit oder als Minijobberin. Spricht man mit betroffenen Müttern, sieht das jedoch nach wie vor ganz anders aus.“

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Mütter sind mutig und andere Umfrageergebnisse

Pünktlich zum Muttertag macht BRIGITTE mit einer Forsa-Umfrage von sich reden, oder genauer für den neuesten Ableger „Brigitte Mom“. Demnach sind Mütter mutige Improvisationskünstlerinnen und besonders belastbar (Bingo, habe erst kürzlich ein Puppenhaus aus Schuhkartons gebaut und es steht noch). Nach Brigitte Balance für Sportliche und Brigitte Woman (für „Ältere“, was natürlich mit vierzig noch keine sein will) gibt es nun eine Brigitte für Mütter. Interessant fand ich an der Umfrage vor allem, wie kritisch heutige Mütter von der Generation über 50 Jahren teilweise beäugt werden. In dieser Altersgruppe halten 39 Prozent Mütter für „nervig“ und 38 Prozent finden, Mütter würden sich heutzutage „zu wichtig nehmen“. Tja, ihr Golden Ager hättet ja früher schon eine Zeitschrift speziell für Mütter auf den Markt bringen und Bücher über Mamas  schreiben können. Da es bald sowieso mehr ältere Mitmenschen gibt und weniger Mütter nachkommen, verbünden wir uns zum Teil schon über Grenzen hinweg. Ich halte diesen Post darum auch kurz und setze mich gleich wieder an das Kapitel über eine „working mum“ in Israel, damit mein Manuskript pünktlich fertig wird. Heute Nachmittag kann ich nicht schreiben – bin nämlich eingeladen. Im Kindergarten meiner Söhne steigt eine große Muttertagssause, für die Kinder eine ganz große Sache, seit Tagen üben sie heimlich eine kleine Vorführung ein. Ich freu mich drauf, gemeinsam mit den anderen Mamas mal wieder so richtig doll im Mittelpunkt zu stehen. 😉

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„Immer mehr Mütter arbeiten“

las ich heute in der Tageszeitung. Der Artikel bezog sich aufs Schwabenländle Baden-Württemberg. Demnach stieg der Anteil arbeitender Mütter zwischen 1996 und 2010 von 53% auf 60%.  Sind die Kinder zwischen 10 und 17 Jahre alt, liegt der Prozentsatz schon bei 73% (Quelle:  Reutlinger Generalanzeiger 2.2.2012, Zahlen der Familienministerin Katrin Altpeter). Leider besagen die Zahlen nichts über die Art von Jobs und ob die Frauen 8 oder 80 Stunden pro Woche arbeiten.

Gestern saß ich mit einer Mutter beisammen, die auf der Suche nach dem Wiedereinstieg ist und die Quote gerne nach oben treiben würde:  Mitte dreißig, Kinder 1 & 3 Jahre alt, ehemalige Produktmanagerin mit einem Topabschluss einer renommierten Business School. Sie sagt: Um mich herum nehmen hochqualifizierte Mütter 400-Euro Jobs an, weil sie keine adäquate Teilzeitstelle finden. Damit will ich mich nicht abfinden. Kann ich keine anspruchsvolle Tätigkeit mehr ausüben, weil ich Mutter geworden bin? Wenn ich Kontakte aus meinem früheren Leben als „KarriereFrau“ anspreche, sehe ich oft wie denen das Gesicht entgleitet beim Gedanken daran, eine Mutter mit kleinen Kindern einzustellen. Ich kann die Vorurteile förmlich spüren „die ist nicht belastbar“, „bestimmt sind ständig die Kinder krank“, etc.

Um Frauen den Wiedereinstieg zu erleichtern sind Betreuungsplätze für Kinder natürlich wichtig. Aber was ist mit den Allgemeinplätzen und Vorurteilen in den Köpfen? Da brauchen wir mehr positive Vorbilder, seitens der Mütter und seitens der Unternehmen.

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Die Welt in Latte Macchiato

Mein dreijähriger Sohn ist das netteste Kind der Welt. Abgesehen von seiner kompromisslosen Sturheit. Leider sind meine Nerven nicht aus Drahtseil, oder nur ganz selten. Als ich gestern mit meiner Mutter und dem tobenden Kerl versuchte, nach einem ausgedehnten Spaziergang die rettende Wohnung zu erreichen, sagte ich zu ihr „Ich glaube so langsam an Horoskope. Er ist nämlich Stier, und die sollen doch starrköpfig sein“. (Ich will hier niemandem zu nahe treten. Vermutlich ist sein Aszendent auch noch Ziegenbock.) Zum Glück – für ihn – ist sein älterer Bruder äußerst  nachgiebig und gibt ihm fast immer, was er haben will. Hat sich sein Zorn gelegt, lacht er wieder sein ansteckendes Lachen, singt Lieder, erzählt Geschichten und ist ein ganz liebenswertes Kind. Und ich vergesse sehr schnell, dass ich ihn eben noch auf den Mond schießen wollte.

Dass nicht nur meine Kinder manchmal anstrengend sind, ist naheliegend.  Dennoch tut es ab und zu gut, von fremden Menschen ganz ähnliche Geschichten zu hören. Gestern lass ich ein unterhaltsames Buch zu Ende: „Auf nach Cappuccino“ von Stefanie Schneider. Ich habe es trotz meiner Erziehungsratgeber-Allergie gekauft, denn es ist keiner. Eher eine Allround-Anleitung, wie man und insbesondere Mutter das Leben gelassener leben kann.  Meiner Erfahrung nach gelingt das gut, wenn man sich die Welt farbig malt. Also nicht in „Gut und Schlecht“-Denken verfällt, sondern auch die Schattierungen dazwischen wahrnimmt. Nervenaufreibende Erlebnisse, Stress und Krisen haben oft im Nachhinein einen Sinn. Oder geben bei der nächsten Grillparty eine klasse Pointe ab. Okay, ich bin berüchtigt für meinen Optimismus. Wofür die Sturheit meines Sohnes gut sein soll, muss allerdings auch ich noch herausfinden. Jedenfalls lasse ich mich davon nicht runterziehen. Ich male meine Welt nicht schwarz-weiß, sondern lieber ín Latte Macchiato. Mit einem Löffel Zucker. Ist gut für die Nerven.

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Mothers and work

Die Idee zu diesem Blog war eine Wassergeburt.  Baby Nr. 2 war gerade acht Wochen alt, vier Stunden Schlaf die Regel, aber mein Kopf arbeitete auf Hochtouren. Ich stahl mir an diesem Junitag eine goldene Stunde und verbrachte sie schwimmend. Im Wasser flogen die Gedanken. Zu dem Zeitpunkt war ich: Jungunternehmerin ohne Unternehmen, 32 Jahre alt, Mutter von zwei Kindern, verheiratet (glücklich), berufliche Perspektive (keine).

Die Idee: Mütter mit unterschiedlichen Lebenssituationen und an unterschiedlichsten Orten der Welt zu Wort kommen lassen. Ein Kaleidoskop. Fragen, und ein paar Antworten, die Mütter interessieren. Lebensentwürfe, in denen wir uns zum Teil wieder finden. Undogmatisch und unvoreingenommen. Zufällig bin ich kein Fan von Eva Hermann und gehöre nun mal zur Gruppe arbeitender Mütter in Deutschland. Soviel zur Wahl des Themas. Ich habe mit vielen arbeitenden Müttern gesprochen und dabei Geschichten gehört, die mich wütend gemacht haben, Geschichten, die mich neidisch gemacht haben und solche, die mir Respekt einflössten. Das Thema gefällt mir, weil es kein richtig oder falsch gibt, keine Betriebsanleitung und keine Lösung. Und scheinbar jeder etwas dazu zu sagen hat.

Als genetisch vorbelasteter Kosmopolit (fragt mal meine Eltern) wollte ich mich keinesfalls nur in der deutschen Einöde umhören, sondern mal schauen wie junge Mütter andernorts ticken. Web 2.0 ist gut und schön, und ohne Internet hätte das auch nicht funktioniert. Aber gesprochen habe ich darüber nicht mit Avataren, sondern mit Freundinnen, die ich aus dem wirklichen Leben kenne. Mein weit verstreuter Freundeskreis hat zum Großteil in den vergangenen 0 bis 8 Jahren Kinder bekommen. Das ist neudeutsch gesagt ein „life-changing event“. Und damit werden spontane Ausflüge nach Berlin oder Ex-WG-Treffen am Place Sablon in Brüssel erst mal undenkbar. Selbst Briefe, Telefonate, E-Mails und Facebook-Nachrichten sind oft schon zu anstrengend. Es sei denn, man hat wieder ein gemeinsames Thema…

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