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Was ist denn bitte der Sinn des Lebens? Teil 3

Geld und Glück

Ich brauche keine Yacht - da miete ich mir lieber ein Tretboot und gehe Schwimmen

Ich brauche keine Yacht – da miete ich mir lieber ein Tretboot und gehe schwimmen

„Ich brauche keine Yacht, ich gehe lieber schwimmen“ sagt Formel-1-Rekordpilot Sebastian Vettel. Eine Aussage, der den Rekord-Rennfahrer sympathisch macht. Und eine, die ich absolut nachvollziehen kann. Doch ein paar andere Dinge gäbe es schon, die ich mir mit Geld kaufen würde. Zeit, eine Weltreise, ein besonders umweltfreundliches Auto,….

Was meint ihr, kann Geld glücklich machen? Darüber streiten auch viele Forscher. Klar ist: Grundlegende Bedürfnisse sollten erfüllt sein, damit das Glück eine gute Basis hat. Doch macht mehr Geld uns mehr glücklich? Wenn ich an Dagobert Duck denke, tut es das ganz bestimmt nicht. Es kommt also darauf an. Wie unser Leben jenseits des Bankkontos aussieht, ist wichtiger. Gesundheit beispielsweise kann auch sehr viel Geld nicht kaufen. Eine Familie, echte Freunde: Unbezahlbar.

Im aktuellen GEO Wissenheft „Was gibt dem Leben Sinn“ behauptet das Autorenteam Marlene Weiss und Claus Peter Simon, dass Geld doch glücklich macht. Es käme allerdings darauf an, wie man es einsetzt. Nämlich nicht nur für sich selbst. Untersuchungen zeigen: Wenn wir andere beschenken, fühlen wir uns gut. Ähnliches trifft für Spender zu – ob sie nun Blut spenden oder Geld. Und wenn wir unser Geld lieber für uns selbst ausgeben? Auch dafür haben die genannten Autoren Tipps parat, die ich euch nicht vorenthalten möchte:

 

  1. Kauf dir Zeit und Freiheit: zieh näher an deine Arbeitsstelle oder lass unliebsame Tätigkeiten von Dritten übernehmen.
  2. Bezahl lieber gleich statt hinterher: Die Couch, das Auto oder die Reise machen mehr Spaß, wenn wir sie sofort bezahlen.
  3. Weniger ist mehr: Gönn dir lieber hin und wieder etwas Besonderes, anstatt dir möglichst jeden Wunsch sofort zu erfüllen.
  4. Investier in dich: Teure Geräte sind schnell veraltet, Erlebnisse bleiben dir bis an dein Lebensende. Also lieber die große Reise als das neue Flatscreen-TV.

 

Ich möchte noch einen 5. Tipp hinzufügen, der die gerade genannten aus meiner Sicht zusammenfasst: Hör auf dein Herz und auf deinen gesunden Menschenverstand.

 

Wenn ihr mehr über das Thema „Sinn“ erfahren möchtet und vielleicht noch eine Urlaubslektüre braucht: Das GEO Wissen Heft Nr. 53 zum Thema „Was gibt dem Leben Sinn“ bekommt ihr im Zeitschriftenhandel (Preis in Deutschland: 9,50 Euro).

 

 

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Glückssträhne: mum02-Rückschau 2013

Manches habe ich mir vorgenommen für das kommende Jahr, doch darüber schreiben werde ich erst, wenn es soweit ist. Daher gibt es am Ende des Jahres eine Rückschau auf die beliebtesten Blogposts. Wie eine Perlenschnur zog sich – wie mir soeben auffiel – das Thema Glück durch viele Posts. Auch der leidige Perfektionismus war häufig präsent. Ist ein weniger perfektes Leben glücklicher als ein möglichst perfektes? Vom Glück jedenfalls kriegen wir selten zu viel, es ist unbezahlbar, lässt sich wunderbar teilen, schert sich nicht um Stereotypen und macht – im Gegensatz zum Weihnachtsbraten – nicht dick.

Wenn ihr wüsstet... by Mittelmaßmama

Wenn ihr wüsstet… by Mittelmaßmama

Glück ist, unperfekt zu sein und sich trotzdem zu mögen.

Klingt wie ein Kalenderspruch? Fiel mir eben so ein. Vielleicht könnte ich also 2014 auch Kalendersprüche texten. Im Ernst: Bereits Anfang des Jahres ging es in mum02 um den leidigen Perfektionismus, zu dem Kinder so gar nicht passen. Tatsächlich macht uns das Streben nach Perfektion eher unzufriedener. „Das neueste iPhone, der extragroße Flachbildschirm, die Designercouch und der fünf-Sterne-Cluburlaub haben uns nämlich gar nicht  glücklich gemacht. Aber nach den Maßstäben unserer Konsumgesellschaft wenigstens annähernd perfekt. Kinder dagegen sind ein archaisches Feuerwerk an Ungewissheiten. (…) Übrigens, laut Eckart von Hirschhausen lachen Kinder 400 mal am Tag, Erwachsene 12 mal und Tote gar nicht. Das ist doch eine klare Tendenz.  Da lebe ich viel lieber lustig anstatt perfekt.“

Was ist das eigentlich, berufstätig sein?

„Ich glaube keiner Statistik, die ich nicht selbst gefälscht habe“, da gebe ich dem alten Churchill absolut recht. Im Februar 2013 zitierte Spiegel Online eine Studie, nach der Mütter in Deutschland zunehmend berufstätig seien. Diese These musste ich einfach mit Beispielen aus meinem Bekanntenkreis unterminieren, darunter 10% Jobs, Minijobs und dergleichen. „Zwei Drittel aller Mütter arbeiten? Sorry, Statistisches Bundesamt, ich finde diese Zahlen wenig beeindruckend. Wie viele Mütter haben einen Job, von dem sie leben könnten? Der ihnen eine Rente sichert?“ Zum Glück bastelt sich jede ihr eigenes Leben, fernab jeder Statistik. Ich meine, wer will schon genau dem Mittelmaß entsprechen? Doch bei aller Toleranz: Der Spruch „Ich muss nicht arbeiten, mein Mann verdient genug“, verursacht mir inzwischen seelischen Ausschlag. Abgesehen davon, dass rund die Hälfte aller Ehen geschieden werden. Will ich mich als gut ausgebildete Frau mit einer Lebenserwartung von über 80 Jahren derartig abhängig machen von etwas so unberechenbaren wie dem Beziehungsglück?

Das ist ja der Gipfel

Kristina Schröders Familiengipfel im März 2013 brachte mich dazu, ihr einen offenen Brief zu schreiben. Die Antwort einer Mitarbeiterin war nett und lapidar. Nun bin ich ja gespannt, was Andrea Nahles aus dem Ressort macht.

„Exclusiv“ und „Prominent!“

heißen ihre Sendungen, Promis kennt sie einige. Darum ging es aber nur ganz am Rande bei meinem Gespräch mit Moderatorin Frauke Ludowig. Vielmehr um offene Einblicke in das Arbeits- und Familienleben einer gut organisierten Mama, die ein ziemliches Arbeitstier ist. Zitat Frauke Ludowig: „Als Frau in einer Führungsposition kann ich zum einen viel mitgestalten und zum anderen auch vorleben. Beispielsweise, dass ich wiedergekommen bin nach der Geburt meiner Kinder, dass ich gerne wiedergekommen bin. Dass ich meine Kinder nicht vernachlässige, obwohl ich meinen Beruf nicht nur zu 100 Prozent sondern manchmal auch drüber mache. Wenn jemand nur Teilzeit arbeiten will, sollte sie oder er trotzdem Karriere machen können. Ich habe selbst gerade eine exzellente Frau in meinem Team befördert (….).“ “Ich habe von meinen Kindern eine Menge gelernt. Zum Beispiel bin ich viel lässiger geworden. Früher war ich eher perfektionistisch, fast schon ein Workaholic. Heute sehe ich vieles gelassener.“

„Penner, Prostituierte und

ein Neugeborenes“ hieß ein Blogpost über meine Freundin in Manhattan. Schonungslose Einblicke in das Land der unbegrenzten Unmöglichkeiten inklusive. Vielleicht ein Einzelfall, auf jeden Fall aber ein spannender: „Schwanger in New York City“

Sauna, Sonne und Samstagssüßigkeiten

Wie in Schweden bekommen auch finnische Kinder in der Regel nur samstags Süßigkeiten. Im Urlaub hielten sich meine Söhne zwar daran, doch anschließend war diese skandinavische Eigenheit schnell vergessen. Von Freundschaften mit Mumins, vom Blaubeersammeln, Saunieren und vom finnischen Schulsystem erzählt dieser Blogpost aus dem August 2013.

Das Glück hat kein Preisschild

2013 habe ich vermehrt Bücher besprochen, die gut auf mum02 passen. Eines davon war „Kindheiten“ von Michaela Schonhöft. Ausgangspunkt des Buchs ist die Frage nach dem Glück. Sie zieht sich wie ein Leitmotiv durch die Kapitel und gipfelt in der Betrachtung, wie eine kinderfreundliche Gesellschaft aussehen könnte. Hier kann gerade Deutschland noch einiges lernen: Dass Kinder nämlich nicht nur eine Bezugsperson brauchen, sondern die Erziehung besser auf viele Schultern verteilt wird. Dass Glück nicht gleichbedeutend ist mit Leistung und Erfolg.“

Als ich kürzlich in Berlin zu Gast war, habe ich die Autorin persönlich kennengelernt – wie schön, die geistige Schöpferin hinter den Zeilen im wahren Leben zu treffen. Überhaupt haben viele Begegnungen, real und virtuell, dieses Jahr für mich bereichert. Bei Lesungen aus meinem Buch, bei  Gesprächen mit vielen Menschen – darunter diverse Bloggerinnen – habe ich wieder einmal festgestellt: Jeder Mensch hat eine faszinierende Geschichte zu erzählen. Man muss nur die richtigen Fragen stellen und aufmerksam zuhören. Darum werde ich mich auch 2014 bemühen.

Ich wünsche allen, die diese Zeilen lesen, ein gutes Neues Jahr, angefüllt mit glücklichen Augenblicken.

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Interview mit Autorin Michaela Schonhöft: Wie werden Kinder weltweit erzogen?

Autorin Michaela Schönhoft. Bild: Anke Jacob.

Autorin Michaela Schönhoft. Bild: Anke Jacob.

Auf verschlungenen Wegen lerne ich oft interessante Menschen mit verwandten Themen kennen. So wie Michaela Schonhöft. Die Soziologin lebt mit Mann und vier Kindern in Berlin. Ihr Buch „Kindheiten. Wie kleine Menschen in anderen Ländern groß werden“ erschien vor wenigen Wochen im Pattloch-Verlag. Aus unserem regen E-Mail-Austausch entstand ein kleines Interview zu diesem spannenden, sozusagen weltumfassenden Buchprojekt. Eine Rezension des Buches folgt.

Das Buch Kindheiten ist im September 2013 erschienen

Das Buch Kindheiten ist im September 2013 erschienen

1. Für Dein Buch hast Du rund um den Globus recherchiert. Wie lange hast Du daran gearbeitet und wie konntest Du die Arbeit und die Reisen mit Deiner eigenen Familie vereinbaren?

 Das Buch war ein Herzensprojekt. Drei Jahre habe ich daran gearbeitet. Die Idee dazu entstand auf einer mehrmonatigen Reise durch Thailand. Meine kleinste Tochter war damals noch ein Baby, die ältere 2einhalb Jahre alt. Wir hatten eine Auszeit vom Job genommen. Und so waren die ersten, wichtigen Recherchen sehr gut mit Familiendingen zu vereinbaren. Wir sind begeisternde Reisende. Die Arbeit zu dem Buch konnte ich also prima mit unserer Leidenschaft verbinden. Ich habe zudem viele Kontakte aus dem Ausland aktiviert, die ich geknüpft hatte, bevor die Kinder auf die Welt kamen. Ich habe eine Weile in den Niederlanden, in den USA und Südamerika gelebt, bin viel in Asien und Afrika gereist.

2.Was würdest Du aus dem gesammelten „Weltwissen der Kindererziehung“ gern übertragen in Dein eigenes Familienleben?

Vor allem Geduld! Ich habe mit sehr vielen Eltern in Ostasien gesprochen. Mich hat beeindruckt, wie entspannt viele von ihnen mit ihren kleinen Kindern umgehen, dass sie sehr viel durchgehen lassen, zwar „dranbleiben“, aber nicht ständig mit Konsequenz oder gar Strafen drohen. Man verlangt kleinen Kindern noch kein großes Verständnis ab, versucht ihnen stattdessen ein gutes Vorbild zu sein, sie immer wieder sanft auf sozial akzeptables Benehmen hinzuweisen. Es fällt oft schwer, die Perspektive von kleinen Kindern einzunehmen. Aber das bekannte Sprichwort „mit dem Kopf des anderen denken“ kann gerade bei den kleinen Trotzköpfen Wunder bewirken. In den letzten Jahren hat sich natürlich das Verständnis von psychologischen Entwicklungsstufen sehr verbessert. Trotzdem habe ich hierzulande oft das Gefühl, dass Eltern zu sehr von sich aus denken und sich sehr schwer tun, die Perspektive der Kinder einzunehmen. Das fällt wiederum zum Beispiel vor allem Eltern in Japan wesentlich leichter.

Für sehr nachahmenswert halte ich, wie selbstverständlich sich niederländische Familien Zeit für ihre Kinder nehmen, auch wenn dort die Zeiten schwieriger werden. „Feierabend ist Feierabend“, sagt sich dort ein Großteil der Arbeitnehmer, und das gilt auch für die Väter. Den Familien ist sehr wohl bewusst, wie wichtig Zeit für die Familie ist. Wir versuchen inzwischen ebenfalls mindestens einmal am Tag, meistens abends, zusammen zu essen. Ich lebe ja in einer Patchwork-Familie, mein Mann, ich, zwei Teenager, zwei Kleinkinder. Da entstehen schnell Konflikte, und gemeinsame Familienzeit ist unheimlich wichtig, um diese nicht einfach unter den Tisch zu kehren oder gar eskalieren zu lassen.

3. Was läuft in Deutschland gut, wo haben wir noch Nachholbedarf und könnten uns etwas aus anderen Ländern abschauen? Was sollten wir zum Wohl der Kinder ändern?

 

Deutschland gibt sehr viel Geld für Familienförderung aus. Das ist natürlich grundsätzlich zu begrüßen. Das Geld wird allerdings schlecht verteilt. Darauf weisen immer wieder neue Studien hin. Es sollte vermehrt in qualitativ wertvolle Betreuung und Förderung für lernschwache Kinder investiert werden. Es wird noch viel zu wenig auf Qualitätsstandards in Kindergärten, Krippen und Horte geachtet. Dabei gibt es einen solch großen Erfahrungsschatz aus dem Ausland. Viele Eltern in Deutschland haben zudem das Gefühl, Kinder sind in Deutschland nicht willkommen. Das ist natürlich nur eine Verallgemeinerung, beschreibt jedoch eine Tendenz. Kinder sollen sich möglichst nur an den für sie vorgesehen Orten aufhalten. Aus Sicherheitsgründen ist das natürlich oft angesagt. Aber Kinder sind inzwischen vielerorts einfach unerwünscht, ob in Restaurants oder in Saunen etc… Sie haben sich möglichst ruhig zu verhalten. In Italien dagegen stört sich kaum jemand an lärmenden Kindern, man erfreut sich an ihnen. Das gilt für viele andere Länder ebenso.

Gerade Mütter haben in Deutschland sehr hohe Ansprüche an sich. Sie wollen perfekte Mütter, perfekte Beruftstätige, perfekte Ehefrauen sein. Das geht oft weiter über die Belastungsgrenzen hinaus. Hierzulande haben Frauen ganz besonders den Anspruch alles selbst zu stemmen. Sie geben ungern Verantwortung ab, das wird leider auch häufig von ihnen erwartet. Das Bedürfnis Erziehung, Fürsorge für Kinder auf mehrere Schultern zu verteilen, könnte ausgeprägter sein. Es fehlen natürlich auch deutschlandweit noch die Strukturen dafür.

Vielen Dank, Michaela! Ein schönes Schlusswort erscheint mir das berühmte (und doch selten beherzigte Sprichwort) „Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind groß zu ziehen.“

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Schatzsuche: Auf dem Weg zu mehr Lebensfreude

Porträt: Nachgefragt bei Angela Fürtsch

Heute möchte ich euch eine Frau vorstellen, die ich im Frühjahr kennengelernt habe. Was sie macht, finde ich sehr spannend und hilfreich, weshalb ich sie bat, mir für mum02 mehr darüber zu erzählen. Besonders interessiert hat mich, mit welchen Fragen Frauen und Mütter in ihre Praxis kommen und ob man Lebensfreude tatsächlich lernen kann.

 

Vier Fragen an Angela (Foto: privat)

Vier Fragen an Angela zum Thema Lebensfreude (Foto: privat)

 

1. Angela, stell dich doch bitte in einem Satz kurz vor.

 Ich bin Heilpraktikerin (Psychotherapie): In meiner „Praxis für Lebensfreude“ in Reutlingen berate und coache ich Frauen, die sich Veränderungen in ihrem Leben wünschen – in welchen Lebensbereichen auch immer.

2. Lebensfreude wünschen wir uns alle möglichst viel – du betreibst sogar eine Praxis für Lebensfreude. Das klingt toll! Was genau verbirgt sich hinter deinem Konzept?

 Hinter meinem Konzept verbergen sich meine persönlichen und beruflichen Erfahrungen:

Als Studentin hatte ich schwierige Konflikte mit meinen Eltern und habe längere Zeit eine Beratung in Anspruch genommen. Ich fand die Beratung ganz toll, weil es unheimlich befreiend war, mit einer neutralen Beraterin über persönliche Dinge zu sprechen und neue Lösungsmöglichkeiten zu erkennen. Irgendwann wollte ich das dann selbst lernen und habe eine 5-jährige körperorientierte Psychotherapie-Ausbildung in der Schweiz absolviert.

Daraus ist mein Konzept entstanden:

In meiner Praxis für Lebensfreude biete ich Frauen einen Raum an, in dem sie zur Ruhe kommen können.

Einen Raum, in dem sie sich wohl fühlen, entspannen und mit sich selbst in Kontakt kommen.
Einen Ort, an dem sie durchatmen können und spüren, wie es ihnen wirklich geht.
Einen Ort, an dem sie Schritte der Veränderung tun können.

Ich weiß, dass Frauen eine Frau brauchen, der sie sich anvertrauen, mit der sie lachen und weinen können.

Mit deren Hilfe sie herausfinden und ausdrücken können, was sie wirklich bewegt.
Was sie freut, was ihnen Schmerzen bereitet, was sie wütend macht.
Was sie sich wünschen, erträumen und ersehnen.
Eine Frau, die ihr Lachen und ihre Tränen, ihre Wut und ihre Lebensfreude willkommen heißt.

Es ist mir eine Freude und Ehre, diese Frau für meine Klientinnen sein zu dürfen.

 

3. Bestimmt coachst du auch berufstätige Mamas. Mit welchen Fragestellungen kommen sie zu dir, wie hilfst du ihnen weiter – kannst du darüber ein wenig verraten?

 

Klar coache ich auch berufstätige Mamas.

Typische Fragestellungen sind zum Beispiel:

– Ich brauche dringend mal wieder Zeit für mich – wie kann ich mir Freiräume schaffen?

– Ich bin immer für alles zuständig, bekomme aber nie Anerkennung – wie kann ich das ändern?

– Mein Partner und ich sind nur noch Eltern – wie werden wir wieder ein Paar?

– Ich will wieder in´s Berufsleben einsteigen, aber ich traue mich nicht. Was kann ich tun?

 Wie helfe ich den Frauen weiter?

Jede Frau hat in ihrem Leben Phasen der Unzufriedenheit, der Erschöpfung, der Unruhe, der Lust auf Veränderung, der Umbrüche.

Dann tut es ihr gut, den Rücken gestärkt zu bekommen beim Entdecken der Ursachen und der individuellen Veränderungsmöglichkeiten. Auf dem Hintergrund meiner Ausbildungen und meiner langjährigen Berufserfahrung unterstützte ich meine Klientinnen mit psychologischer Beratung, Coaching und Psychotherapie dabei, zu entdecken, wie sie ihre persönlichen Ressourcen optimal nutzen können. Denn es geht immer auch darum, nicht in der Entdeckung der Möglichkeiten zu verharren, sondern die Schritte zu einer positiven Veränderung auch zu tun.

Vier Augen sehen mehr als zwei:

In diesen Veränderungssituationen ist natürlich auch von Vorteil, dass ich als unabhängige Beraterin Frauen neutral und unbelastet begleiten kann. Nicht meine Wünsche und Bedürfnisse, sondern die Fragen und Themen meiner Klientinnen stehen im Mittelpunkt meiner Arbeit.

 

4. Kann man mehr Lebensfreude lernen?

 

Lebensfreude ist jedem Menschen angeboren. Aber manchmal ist die Lebensfreude (in Teilen) verschüttet durch unangenehme oder auch traumatische Erfahrungen, Zwänge, Pflichten, eine Lebensweise, die nicht mit dem wirklichen Wesen der Person übereinstimmt. Jede von uns kann lernen, herauszufinden, was wirklich zu ihr passt. Welche Art von Menschen, Beziehungen, Tätigkeiten, Wünsche, etc.

Ich habe verschieden Methoden zur Verfügung, mit denen Menschen wieder in Kontakt mit ihrer Lebensfreude kommen können: Gespräch, Körperübungen, Entspannungsübungen, Imaginationsübungen. Ich schaue immer genau, welche Methoden zu welcher Frau in welchem Moment passen. Die Klientin hilft mir mit ihren Rückmeldungen dabei.

Wenn sich eine Frau entscheidet, bei mir eine Beratung zu machen, sage ich immer: „Wir machen uns jetzt gemeinsam auf die Schatzsuche: Wir werden Ihre individuellen Schätze finden und ausbuddeln!“

Vielen Dank für das Gespräch!

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern eine Spätsommerwoche voller Lebensfreude.

Peggy

P.S. Wenn ihr mehr erfahren wollt, besucht doch Angelas Website:

 

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Frauke Ludowig: „Ich bin die Familienmanagerin“.

Zum Muttertag gibt es heute ein Interview mit der TV-Moderatorin Frauke Ludowig, deren pragmatische Ansichten ich gerne mit euch teilen will. Da ich es – krankheitsbedingt – nicht nach Köln geschafft habe, sprachen wir am Telefon über ihr Leben zwischen Familie und Job, über Gelassenheit und Perfektionismus. Nebenbei sind interessante Tipps für berufstätige Eltern heraus zu lesen. Here we go…

Seit Jahrzehnten entlockt sie den großen und kleinen Stars dieser Welt Geheimnisse, berichtet live von königlichen Hochzeiten und unterrichtet das Fernsehvolk von RTL „exclusiv“ von VIP-Veranstaltungen. Doch was viele nicht wissen:

Am Telefon sprach mum02 mit Frauke Ludowig über Karriere und Kinder. Bild: Danone

Am Telefon sprach mum02 mit Frauke Ludowig über Karriere und Kinder. Bild: Danone

Die 49-jährige Frauke Ludowig ist verheiratet und hat zwei Kinder im Alter von neun und sieben Jahren. Als Führungskraft ist die Redaktionsleiterin ein echtes Arbeitstier und schafft – wie viele berufstätige Mütter – den Spagat zwischen Familie und Karriere.

mum02: Sie leben und arbeiten in Köln?

Frauke Ludowig:

„Ich arbeite bei RTL in Köln und ich bin unter der Woche jeden Tag in der Redaktion, von morgens um 10 bis abends um 7 ungefähr. Neben meiner eigenen Sendung „Exclusiv“ bin ich auch für die Redaktion der Sendung „Prominent!“ bei VOX verantwortlich. Viele kennen mich eben vor der Kamera, aber tatsächlich findet mein Job zum Großteil dahinter statt – als Führungskraft habe ich einen Bürojob mit viel Personalverantwortung.“

Sie sind verheiratet und haben zwei Töchter im Alter von sieben und neun Jahren. Wie ist die Rollenteilung zwischen Ihnen als berufstätige Eltern?

„Wir sind nicht nur beide berufstätig sondern arbeiten beide auch relativ viel. Mein Mann ist Geschäftsführer einer Werbeagentur und hat damit sehr unkalkulierbare Tage. Ich kann ihm da aber entgegenkommen – daher kann er abends im Grunde nach Hause kommen, wann er will. Wenn er es bis sieben schafft, ist das toll, ansonsten aber auch nicht tragisch.

Ich als Frau muss dagegen schon sehr viel kontrollierter sein, stimme also meine Termine mit denen der Familie ab. Das kenne ich aus meinem Freundes- und Familienkreis nicht anders. Da sind es immer die Frauen, die sich um das Familienmanagement daheim kümmern.

Ich habe mir ein Netzwerk aufgebaut aus Kinderfrau, Ersatz-Kinderfrau und Freundinnen, die zur Not noch einspringen. Da können sich die meisten Männer wirklich glücklich schätzen, dass ihre Frauen das übernehmen und am Laufen halten.

Mein Mann und ich sind Arbeitstiere. Unsere Töchter wachsen damit auf, genauso wie ich früher selbst mit beruflich engagierten Eltern aufgewachsen bin. Daher habe ich das Modell selbst nie in Frage gestellt. Wenn meine Kinder mal nachfragen, warum wir denn soviel arbeiten, versuche ich ihnen klarzumachen, dass ich zwar tagsüber nicht zu Hause bin, sie dadurch aber durchaus auch Vorteile haben. Zum einen sind sie gut versorgt und wir fahren dafür beispielsweise auch einmal mehr in den Urlaub, wo wir dann viel Zeit füreinander haben.

Was die konkrete Rollenverteilung angeht, haben mein Mann und ich die Hausarbeit ganz gut aufgeteilt. Jeder hat so seine Domänen – ich mache eher die Wäsche, er werkelt am Haus. Und die alltäglichen Bring- und Holdienste der Kinder übernimmt die Kinderfrau bei uns.“

Frauke Ludowig. Bild: Danone

Frauke Ludowig. Bild: Danone

Ein gutes Netzwerk ist ja enorm wichtig für arbeitende Eltern. Haben Sie Tipps, wie man sich solch ein gutes Netzwerk schaffen kann, selbst wenn keine Großeltern in der Nähe wohnen und das Geld eher knapp ist?

„Ja, ein gutes Netzwerk ist mit Kindern quasi überlebenswichtig, nicht nur wenn man arbeitet. Meine Eltern sind total rege und hilfsbereit, wohnen allerdings nicht in der Nähe und können daher nicht wirklich spontan einspringen. Weiterlesen

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Kinder passen nicht in ein perfektes Leben

heißt ein Beitrag in Cicero  (hier nachzulesen: http://www.cicero.de/berliner-republik/geburtenrueckgang-familienplanung-kinder-passen-nicht-ein-perfektes-leben/52994). Es geht um Familienpolitik und das Geld allein potentielle Eltern nicht motivieren wird und kann, sich fortzupflanzen. Ein Auszug: „Das Los dieser potenziellen Eltern-Generation ist es, dass Männer wie Frauen in einer Welt voller Entfaltungsmöglichkeiten nach Perfektion streben – eben weil uns suggeriert wird, dass diese möglich ist. Wir wollen nicht die Fehler unserer Eltern wiederholen, wir erwarten viel von uns. Vom Jetzt, vom Heute. Einen perfekter Partner, die perfekte Hochzeit, das perfekte Facebook-Profil, die perfekte Kita für das perfekte Kind, die perfekte Schule, die perfekte Wohnung, den perfekten Stadtteil in der perfekten Stadt mit dem perfekten Job.“

Da werden in Deutschland täglich Tonnen an Ratgeberliteratur gekauft, aber anscheinend nicht gelesen.  Sonst wüssten wir Glückssucher längst, dass Glück eben nicht in der Perfektion zu finden ist. Das neueste iphone, der ultragroße Flachbildschirm, die Designercouch und der fünf-Sterne-Cluburlaub haben uns nämlich gar nicht  glücklich gemacht. Aber nach den Maßstäben unserer Konsumgesellschaft wenigstens annähernd perfekt. Kinder dagegen sind ein archaisches Feuerwerk an Ungewissheiten. Das fängt schon damit an, das man nicht wirklich planen kann, schwanger zu werden – es ist ein Glücksspiel, Pille absetzen und abwarten.  Dann nimmt unser Körper ungeahnte Ausmaße an, wir passen nicht mehr in die coolen Jeans, vielleicht sogar nie wieder. Eine Geburt? Zum Glück gibt es Kaiserschnitt, man weiß ja sonst gar nicht, wann da was auf einen zukommt…. bevor ich jetzt noch zynischer werde, haue ich mir selbst auf die Finger. Stoppppp.

Kinder sind das beste Mittel gegen Perfektionismus. Sie machen viel Dreck, sind laut und unwahrscheinlich lustig. Sie lachen und weinen, wenn ihnen danach ist. Sie sind unberechenbar und häufig unbestechlich. Außer mit Süßigkeiten. Manchmal wünsche ich sie zum Teufel und mir meine Ruhe. Sind sie weg, ist es plötzlich viel zu still. Sie haben grandiose Ideen, die keinen Aufschub dulden. Diese Woche haben wir zum Beispiel eine Murmelbahn gebaut, aus leeren Klopapier- und Geschenkpapierrollen und Tesa. Es war eine architektonische Herausforderung, sie stand ganze fünf Minuten. Dennoch wurde sie als voller, befriedigender Erfolg verbucht.

Im Gegensatz zu uns perfektionistischen, verplanten Erwachsenen sind Kinder im Geiste echte Abenteurer. Häufig verschreibt man diesen Wesen Pillen gegen ADS oder ADHS, Krankheiten einer modernen Zeit. In Wirklichkeit leiden viele Erwachsenen ja an ADS – an einem Abenteuer-Defizit-Syndrom. Daher boomen Outdoor-Motivationsseminare, Canyoning, ganz wilde Sachen, aber bitte mit Vollpension. Man kann aber auch mit den  Kindern raus in den Wald, in den Matsch, auf Bäume klettern, Hinterhöfe durchforsten. Seid ich Kinder habe, ist mein Leben ein Dschungel. Ich jongliere, reagiere, denke für mehr Menschen als mich allein. Ja ich trage sogar Verantwortung, steht mir manchmal ganz gut. Oft übernimmt das Chaos, die Wohnung ist nie länger als fünf Minuten sauber aufgeräumt und ich habe jeden Tag tausend Mal die Chance, mich in Gelassenheit zu üben. Wenn es gut läuft, kann ich darüber lachen. Übrigens, laut Eckart von Hirschhausen lachen Kinder 400 mal am Tag, Erwachsene 12 mal und Tote gar nicht. Das ist doch eine klare Tendenz.  Da lebe ich viel lieber lustig anstatt perfekt.

 

 

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