Schlagwort-Archive: Urlaub

Was ist denn bitte der Sinn des Lebens? Teil 2

Freundschaft und Alter

Freiheit, Freunde, Geld - was gibt unserem Leben Sinn?

Freiheit, Freunde, Geld – was gibt unserem Leben Sinn?

Auch wenn sie in der „Rushhour des Lebens“ oft zu kurz kommt: Freundschaft ist elementar wichtig fürs Lebensglück. Besonders eindrücklich führen mir das meine Kindern und meine Eltern vor Augen. Kleine Kinder vergessen alles um sich herum, wenn sie mit ihren Freunden spielen und toben. Gleichzeitig sind sie radikal und sprunghaft, eine scheinbare Kleinigkeit genügt und sie sagen den berühmten Satz „Du bist nicht mehr mein Freund“. Die Welt geht unter. Um oft nur wenige Minuten später wieder aufzuerstehen. Kinder sind nicht politisch korrekt, sie sind direkt und jonglieren ungeniert mit großen Gefühlen. Wenn Kinder größer werden, vertrauen sie sich vermehrt ihren Freunden an anstatt ihren Eltern. Unter Gleichaltrigen fühlen sie sich eher verstanden.

Meine Eltern sind im Ruhestand, sozusagen. An für sich ist es eher ein unruhiger Stand: Sie gehen zwar keiner bezahlten Tätigkeit von 9 to 5 mehr nach, sind jedoch äußerst aktiv. Der Schlüssel zu ihren Unternehmungen sind ihre Freunde. Manche sind noch da von früher, doch zum Teil gingen die Lebenswege zu weit auseinander. Bei dem ein oder anderen spielt die Gesundheit nicht mehr mit, manche altern früher und radikaler als andere. Die verbleibenden Freunde (wie auch die neugefundenen) sind da unendlich wertvoll. Denn die Kinder stecken ja – wie erwähnt – mitten in der Rushhour des Lebens, sind beschäftigt mit Job, Kindern und so weiter. Da sind die Eltern gern gesehene Babysitter und die Familie unternimmt auch generationenübergreifende Ausflüge, doch die Stundenpläne von Rentnern und berufstätigen Eltern liegen zu weit auseinander, als das die Kinder den Eltern echte Freunde sein könnten. Ich wünsche meinen Kindern, dass ihnen der ein oder andere Kindergartenfreund bleibt, bis sie Rentner sind. Dasselbe wünsche ich mir selbst. Und ich weiß, dass ich meine Freunde jetzt nicht vernachlässigen darf. Dass es wichtig ist, die Beziehung zu ihnen zu pflegen.

 

 

Ende des Monats erscheint der dritte Teil zum Sinn des Lebens – es geht um das Thema Geld und Glück.

 

 

 

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Familienfreundlich?!, Frau und Job, Leben mit Kindern

Unser Märchentag – inspiriert von Sabine Bohlmann

Nach dem Buchtipp „52 wunderbare Wochenenden“ folgt hier unser erster Praxisbericht dazu. Sohn Nr 1 ist sechs und liebt Märchen über alles, daher lag die Wahl des Themas nah.

An einem verregneten Samstag Ende Juni verbrachten wir einen schönen, größtenteils friedlichen Familientag unter dem Motto Märchen. Die Kinder waren wie elektrisiert und dachten sich immer neue (Verkleidungs)-spiele aus.

Unser Programm sah ungefähr aus wie folgt:

Who the heck is RUMPELSTILZCHEN?

Los ging es mit einer Märchenszene, Regisseur war Sohn Nr. 1 (6 Jahre alt, Zitat: „ich sag aber Resigeur“). Ich war das Feuer und trug eine goldene Weste, musste damit in der Yoga-Position „Hund“ ausharren. Papa war ein Baum, hinter dem sich der Bote der Königin (Sohn Nr. 2) verbarg. Der „Resigeur“ tanzte als Rumpelstilzchen ums Feuer und sang lautstark.

Wer bin ich“ wurde zu:

„Welche Märchenfigur bin ich?“

Da die Kinder noch nicht lesen können, klebten wir Bilder von Märchenfiguren auf Post-its, jeder bekam eines auf die Stirn geheftet. Leider waren die Post-its durchscheinend, so dass die Kids beim nach oben schielen erkennen konnten, wen sie darstellen sollten. Wir haben dann trotzdem geraten (bin ich schön? Bin ich ein Tier? usw.) und hatten Spaß.

Märchen-Pantomime

war das mit Abstand beliebteste Spiel des Tages (erst als alle Mägen knurrten, legten wir eine Pause ein). Es geht ganz einfach: Einer stellte pantomimisch ein Märchen dar (Verkleiden war quasi obligatorisch), die anderen Familienmitglieder bildeten das Rateteam. Und so ging es reihum, bis jeder bestimmt 15 Mal dran war. Der Kleinste tauchte immer mit derselben Verkleidung plus Plastikschwert auf, und wir mussten uns sehr anstrengen um herauszufinden, wer er denn nun war. Die theatralischsten Auftritte legte mein Gatte hin, er bekam den Märchenoskar in der Sparte „Komik“.

Rotkäppchen-Picknick

Dafür backten wir Muffins, packten sie zusammen mit Kinderwein (Traubensaft) in einen schönen Korb und spazierten los. Leider regnete es immer noch heftig, weshalb der Wohnzimmerfußboden zur Picknickwiese umfunktioniert wurde. Da frische Luft bekanntlich hungrig macht, verspeiste das kleinste Rotkäppchen vier große Muffins.

Die Märchen-Lesestunde

fand statt in Bett von Sohn Nr. 1, das mit Pappe zur Ritterburg umgebaut wurde (innendrin war sie aber gut gepolstert, nicht so zugig und kalt wie die echten Burgen). Zur Untermalung spielten die Kinder auf diversen Instrumenten und stellten auch immer mal wieder Szenen nach. So ganz ohne Streit ging das nicht ab, denn der eine wollte lieber in Ruhe lauschen, der andere Untermalungsmusik spielen.

Märchen-Kino

Gegen Abend kuschelten wir uns zu viert aufs Sofa und schauten „Das letzte Einhorn“, eine DVD, die ich morgens noch spontan in der Bücherei ausgeliehen hatte. Ich kannte aus Teenie-Zeiten den Schmuse-Titel-Song „The last unicorn“, aber der Film war mir damals entgangen. Er bekam von den Kindern das Prädikat „sehr märchenlich“.

Abends wollte ich noch Rapunzel-Haare (Spaghetti) kochen, die Kids verlangten aber nach Spätzle mit Soße. Echte Schwaben eben, irgendwie. Alles in allem war es ein überraschend märchenhafter Tag, dem der strömende Regen draußen nichts anhaben konnte.

Bevor ich mich jetzt in eine hoffentlich zauberhaft schöne Sommerpause verabschiede, habe ich hier noch ein schönes Zitat für euch von Albert Einstein (ob es stimmt, wird die Zeit zeigen…)
„Wenn du intelligente Kinder willst, lies ihnen Märchen vor. Wenn du noch intelligentere Kinder willst, lies ihnen noch mehr Märchen vor. „
Die Idee zum Märchentag bzw. Märchenwochenende stammt aus folgendem Buch:
Sabine Bohlmann
52 WUNDERBARE WOCHENENDEN
Lustige, verrückte und schöne Ideen
für die ganze Familie
ca. 160 Seiten | Taschenbuch
ISBN 978-3-86265-223-5

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Leben mit Kindern, Lustig

Buchtipp: „52 wunderbare Wochenenden“ von Sabine Bohlmann

Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf, 1.7.2013

Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf, 1.7.2013

 

Die Erwartungen an das nächste Wochenende sind oft überzogen: Wir wollen tausend Dinge erleben, erledigen und dabei auch noch entspannen und, und – und schon ist wieder Sonntagabend. Heute stelle ich euch ein eben erschienenes Buch vor, mit dem das anders werden könnte. „In zwei Tagen um die Welt, Zirkuszeit, Bei Hofe, Im Weltall, Repariertage, Wir retten die Welt oder Das total unperfekte Wochenende“ lauten einige der 52 darin enthaltenen locker-leichten Gebrauchsanleitungen für gelungene Wochenenden.

Auf Sabine Bohlmanns neues Werk habe ich mich schon gefreut, obwohl ich Erziehungsratgeber ja meide (Ausnahmen sind hier gelistet). Ihre Bücher sind eben alles andere als das, erhobene Zeigefinger wird man auch in „52 wunderbare Wochenenden“ keine finden. Zwischen den Buchdeckeln steckt stattdessen ein kreatives Ideenfeuerwerk. Und darauf kann man sich schon freuen, stimmts?

Konkret geht es um Freizeittipps für Familien mit Kindern (ohne Kinder machen viele der Ideen bestimmt auch jede Menge Spaß), für die man nicht weit fahren und oft keinen Cent ausgeben muss. Kaum hatte ich das Buch in den Händen, habe ich eifrig quergelesen: Märchentage, oh ja, und warum nicht mal einen Tag Indianer lang spielen, Cowboy oder Zauberer? Beim Lesen kamen mir selbst ständig neue Einfälle, und darin liegt meiner Ansicht nach auch ein Geheimnis dieses Buches: Es bietet nicht nur Tausende von Ideen, die man sich wie aus einem Baukasten herausgreifen kann. Es regt darüber hinaus die eigene Kreativität an und macht Lust darauf, die Kinder und sich selbst zu verblüffen. Einfach irgendwo aufschlagen, inspirieren lassen, loslegen.

Fazit: Ein Buch, dass das Kind in uns zum Vorschein bringt – zum selber schmökern und verschenken ideal.

P.S. Wir haben das Buch gleich als Anregung für den ersten Märchentag unserer Familie genommen – dazu bald mehr im nächsten Blogbeitrag….

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Familienfreundlich?!, Leben mit Kindern, Lustig, Reisen

Sommerferien: Eine organisatorische Herausforderung für berufstätige Eltern

Komme gerade von einem Lunchdate mit einer anderen working mum. Sprachen über die nahenden Sommerferien (ihre Tochter geht in die Grundschule, der Sohn wird nach den Ferien eingeschult). Als in Vollzeit arbeitende Mama hat sie diese bereits generalstabsmäßig geplant:

Woche 1 und 2: Sind die Kinder beim Kinderferienprogramm eines Umweltbildungszentrums angemeldet, zum Ganztagesprogramm bis max. 17 Uhr. Die Kids freuen sich darauf wie verrückt, die Eltern kostet der Spaß pro Kind und Woche 120 Euro.

Ferien - schön, wenn man sie genießen kann!

Ferien – schön, wenn man sie genießen kann!

Woche 3 und 4: Familienurlaub – mit dem Auto nach Berlin zu den Großeltern, von dort mit dem Flieger in den zweiwöchigen Urlaub.

Woche 5: Die Eltern fahren ins Schwabenland zurück und arbeiten, die Kinder bleiben noch eine Woche bei den Großeltern in Berlin.

Woche 6: Die Kinderübergabe erfolgt irgendwo zwischen Reutlingen und Berlin (so fahren Großeltern und Eltern die halbe Strecke und treffen sich in der Mitte). Den Rest der Woche verbringen die Kinder wieder beim Kinderferienprogramm (siehe Woche 1).

„Puh, und dann sind diese sechs Wochen wieder überstanden“, so meine Freundin. „Obwohl, ich nehme dann noch eine Woche Urlaub für die Einschulung meines Sohnes, die ist erst donnerstags und in der Woche gibt es kein Ferienprogramm mehr und noch keine Betreuung an der Schule.“

Ein kleiner Trost: US-amerikanische Eltern haben es womöglich noch schwerer mit der Weiterlesen

5 Kommentare

Eingeordnet unter Familienfreundlich?!, Leben mit Kindern, Mama international, Reisen

Empörung ist schick, bringt uns aber auch nicht weiter.

Ärgert ihr euch nicht auch oft über die gedrechselten, schwammigen Aussagen vieler Berufspolitiker, die wir jeden Tag serviert bekommen? Redet aber jemand Klartext, stürzen wir – Medien, Blogger oder Leser – uns ganz gern hämisch auf diese Person. Heute ist mal Lencke Wischhusen dran. Ich kenne die Frau nicht persönlich und bin kein Mitglied im Bund Junger Unternehmer (BJU), fühle mich also objektiv genug, um meine eigene Meinung zu ihren Aussagen kundzutun.

Lencke Wischhusen gestern in der BILD:

„Frauen müssen im Job mutiger werden. Sie brauchen mehr Selbstvertrauen, zum Beispiel in Gehaltsverhandlungen.“

Diese Feststellung ist nicht neu und nach wie vor richtig.

„Sie wählen oft Berufe, in denen eher niedrige Löhne gezahlt werden. Insofern haben Frauen auch eine Mitverantwortung an den Verdienstunterschieden.“

Bingo, die Aussage aus Satz eins ist bekann. Satz zwei mag weh tun, klingt aber logisch.

„Frauen könnten ihrem Chef anbieten, während der Babypause z. B. als Urlaubsvertretung in der Firma zu arbeiten. So bleiben sie besser in Kontakt mit ihrem Arbeitgeber“

Ah, den Stein des Anstoßes orte ich auf dem Grund dieser Aussage! Sie mündete in die Bild-Headline: „Mütter mit Babys sollen in den Ferien arbeiten“. Seit wann ist die Babypause ein Ferienlager? Diese Zeit hat mit Urlaub gar nichts zu tun. Frau Wischhusen scheint das allerdings auch gar nicht behauptet zu haben.

Für den Wiedereinstieg nach der Babypause ist es tatsächlich sehr empfehlenswert, in Kontakt mit Chef und Kollegen zu bleiben. Ein paar Tage Urlaubsvertretung anzubieten oder die Teilnahme an einem Workshop, wenn die Kinderbetreuung in der Zeit geregelt ist, halte ich für eine machbare und praktische Idee. Sicher nicht für jede Mama, aber welche Idee ist das schon? Übrigens gibt es ja auch Vätermonate (zwei bis zwölf, je nach eigenem Ermessen), Mama muss nicht immer beim Kind sein.

Seien wir ehrlich: Die Debatte um berufstätige Mütter und die Kinderbetreuung dreht sich schon so lange im Kreis, dass einem dabei schwindelig werden kann. Kommt tatsächlich jemand mit konkreten Vorschlägen, werden diese wie hier bruchstückhaft wiedergegeben und anschließend zum Abschuss freigegeben. „Wie kann die es wagen, die hat ja selbst keine Kinder, Unternehmertochter, pfui“, so einige Reaktionen auf den (von BILD in gewohnt sachlich-nüchterner Manier – ähm, Achtung: Ironie) lancierten Bericht zum Interview mit der BJU-Vorsitzenden. Sorry Leute, aber so traut sich bald keine(r) mehr, den Mund auf zumachen. Und das bringt uns bestimmt nicht weiter.

Soweit das Wort zum Donnerstag.

2 Kommentare

Eingeordnet unter Frau und Job, Wiedereinstieg Teilzeit und Motivation

Sind kinderfreie Hotels ein Zukunftsmarkt?

Gleich nebenan in Stuttgart öffnet heute die Touristik-Messe CMT ihre Tore, da macht sich auch mum02 Gedanken zum Thema Urlaub. Während nachhaltige Ferien in aller Munde sind, setze ich hier mal einen anderen Schwerpunkt (vom Wort „nachhaltig“ bekomme ich als Texterin sowieso so langsam Ausschlag). „Ruhige Ferien statt Kinderlärm am Pool“ lautet der Artikel, den mir ein Bekannter diese Woche per Mail zugespielt hat. Darin ist zu lesen: „Die Lösung für ruhebedürftige Feriengäste: kinderfreie Hotels. Wellness-Bereiche mit Whirlpool, Dinner-Menüs bei Kerzenschein und für Gäste nutzbare Golfplätze schaffen den richtigen Rahmen, in dem sich Erwachsene in den Ferien entspannen und den Alltag draußen lassen können – Kindergeschrei kann dabei mitunter stören“ (Quelle: http://www.news.de/reisen-und-leben/855341810/hotels-fuer-erwachsene-ruhe-und-frieden-am-hotelpool/1/)

Habe gleich neugierig „kinderfreie Hotels“ gegoogelt und gerade mal 50.000 Treffer bekommen. Uff, bislang wohl eher eine Randerscheinung. Zum Vergleich: Die Suche nach „Familienhotels“ bringt mehr als 6 Millionen Treffer. (Übrigens war ich, obwohl seit 6,5 Jahren Mama, noch in keinem Familienhotel. Bin da ein wenig altmodisch und verbringe den Urlaub gern gemeinsam mit Partner und Kindern. (Okay, gegen zwei Stunden Kinderanimation pro Tag hätte ich auch nichts einzuwenden, aber Pauschalurlaub ist einfach nicht unser Fall)).

cropped-summerend.jpg

Was mich ein wenig beruhigt: Deutschland scheint seinen Ruf als nicht besonders kinderfreundliches Land bislang nicht durch „adults only“ Hotels weiter zu verschlechtern. So ist im selben Artikel zu lesen:

In der Bundesrepublik ist dieser Trend noch nicht richtig angekommen, gibt der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) zu bedenken. Während sich kinderfreie Hotels in Südeuropa wachsender Beliebtheit erfreuen, gibt es keine Angaben, wie viele «adult-only»-Hotels es in Deutschland aktuell gibt.

Aufschlussreich dann der „ZEIT“-Artikel „Wer bucht kindfreie Hotels?“ (http://www.zeit.de/2012/36/Hotels-ohne-Kinder/seite-2) –

Weiterlesen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Familienfreundlich?!, Leben mit Kindern, Lustig, Reisen